Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 9 (September 1852)
- Date
- 1852-09-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Mondwechsel des Lebens. Zweiter Vortrag. III. Und nun haben wir noch die dritte und wichtigste Frage zu erörtern : Waru m? War um b in ich? Und dieser entsprechend stellt der Weise? die Frage znr Erwägung auf: :?N V^? n"NZ) NW M?.' Vor wem du einst genaue Rechenschaft wiD ablegen müssen? — '"'^/^"'^ Denn, m: Z., wer die Frage nach dem Zwecke dieses Lehens sich richtig beantwortet, wer über die Frage, ,>warum bin ich hier?" sich selbst genaue Rechenschaft gibt, der kann ruhig und getrost jener Rechenschaft entgegen sehen, die er einst vor Gott wird ablegen müssen. Aber, ach, wie wenig Menschen geben sich auf diese wichtigste aller Fragen die rechtem Antwort; bei wie wenigen taucht sie nur auf, macht sie nur irgend einen tieferen Eindruck! Wie Schatten wandeln die Meisten dahin. — „Warum sie da seien?" Sie sind eben da, weil sie da sind; und weil sie einmal da sind, so wollen sie lustig und vergnügt sein; und weil das Leben ein Traum ist, so wollen sie's angenehm verträumen. — Das ist in der Gegenwart leidet leider! — die erschlaffende, jeden höhern Gedanken ertödtende Lebensansicht der meisten Menschen — NIM 1NV ''I NNM^2d< „Essen und Trinken — denn morgen ist's aus mit uns^l" m^- Ach, und es. hat diese Denkweise namentlich unter den Israeliten der Neuzeit reißende Fortschritte gemacht/ und ihr^a ihr allein ist die schnöde Gleichgültigkeit gegen Gott und Religion unter den modernen Juden zuzuschreiben; denn da dieMelt vom Zufall regiert wird, wer sollte sich um Dinge bekümmern, die über den gewöhnlichen Gesichtskreis hinausgehen?— ^-