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Der israelitische Volkslehrer · 1852-09-01 · Heft 9 (September 1852) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 9 (September 1852)
Date
1852-09-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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218 Der Mondwechsel des Lebens. Zweiter- Vortrag. ihm gehört, doch in der That dem Lande dienstbar ist: so hast du im Sommer deines Lebens dein Haus und dein Kind stets zu überwachen, und nur mit Mühe entfernst du das Unkraut aus seinem Innern, und begießest sein Herz mit dem Thaue deiner Rede und lockerst auf sein Gemüth mit dem Ernste deiner Worte, und hast Sorgen und Mühen genug, wenn du deine elterliche Pflicht recht üben willst, so daß du in der That mehr Diener, als Herr bist des der anvertranten Feldes! — So, Mann und Weib in der Jahre Kraft und Rüstigkeit, so ist euer Leben beschaffen! — Mit Schmerlen ' gOordn, in Mühen erhalten, unter Sorgen erzogen, bis iW selbst WUr bekommt mit Bangen, sie erhaltet in Mühen, sie erziehet' init Sorgen — das ist der Gang der Welt! das ist dD Bktd unserer schönsten Tage! " Das beherzige heute, am Tage, welcher dich ebenso zum Gefühle deiner Schwäche führt, als er deine Kraft in Anspruch nimmt. —^ZYYN Betrachte das! betrachte dich! und du wirst nicht in Sünden gerathen! — Alle Bünden, welche in diesem Alter der schwellenden Lebenskraft begangen Werden, „mit hochgetragenem Halse", vW5 „mit stolz herabblickenden Augen", NW NllM Mt MeMttrne"^ 22^? „in Herzenstaumel" und UebermuHdu Mrst Mgen sie gewahrt werden^ wenn du deines Ursprungs eingedenk bleibst! — Darum demüthiget euern Sinn! beuget euern Stölzl Wisset, woher ihr kommt! So vornehm dein Vater so arm deine Mutter Mg gewesen fein, ihr seid' alw Eine i- Abkunst, habt einander nichts 'vorzuwerfen ÄMn IfiM l^^ldi ^Nl^lIO dein Ursprung und deine APpu-nftzlsi^ von einem demüthigen Lande/(Ezech. W,'3) Wer Aller VMr ist der Stäub, euer Aller Mutter ist die menschliche Schwäche und Hinfälligkeit - ,A - ' ' ' Wy -^-^^ ^7'" Wisse, nuS der Nichtigkeit bist du hervorgegangen! Das ist auf die erste Frage: „Woher?" die allen menschlichen Stolz niederbeugende, zunächst liegende Antwort!—

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