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Der israelitische Volkslehrer · 1852-08-01 · Heft 8 (August 1852) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 8 (August 1852)
Date
1852-08-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Das erste Viertel oder die Jugend. 193 höheres Streben dich beseelte, Niemand als dein I ch dir etwas galt, und du für alles Andre gleichgültig und kalt warst — dann verhülle dein Antlitz und schäme dich deiner Jugend, wenn du wie der neue Mond selbstsüchtig zwischen die Erde und die Sonne tratest, jene in Dunkel zu stellen und das Licht des Glückes allein zu genießen! — Darum, o Jugend, die du mich hörest, laß in Weltlust und in Geschäftseifer den Sinn für das Höhere und Göttliche nicht in dir untergehen! — Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugend!— Manche von euch sind nur heute und am Versöhnungstagemeine Zuhörer, nur heute und am Versöhnungstage Besucher des Gotteshauses — traurig genug, daß es so ist; schmerzlich über alle Maßen, wenn der religiöse Gedanke durch Vernachlässigung ganz in unserer Jugend erstürbe; es ist kein Zweifel, daß dann mit dem Abreißen des Bandes, welches sie mit Gott verbindet, unsere Jugend mehr und mehr alles höheren Strebens ledig und in Sinnlichkeit und Weltleben mehr und mehr versinken und untergehen müßte! Darum noch einmal: ^^12 N55 "12! am Tage des Gedächtnisses fordere ich dich auf: gedenke deines Schöpfers, 'k' IN?' TPIN bevor sie kommen die schlimmen Tage, bevor durch die Entheiligung unserer Jugend das herreindrohende Verderhen über unser ganzes Geschlecht sich furchtbar entladet! — Die heiligenden Gedanken aber, die höheren Bestrebungen, die frommen, an Gott entzündeten Gefühle, dem kindlich reinen Gemüthe frühzeitig, in Synagoge, Schule, und Haus tief eingeprägt, sie retten die Welt durch den Hauch von schuldlosen Kinderlippen; sie rüsten den Menschen für das ganze Leben mit allem Guten aus; sie erwärmen noch bis in's hohe Alter hinein das Herz; sie geben dem Jünglinge Weihe, sie gürten den Mann in Kraft, sie belohnen noch den Greis mit beseligender Rückerinnerung. So mögen denn, in der Jugend wie im späteren Alter, euere Freuden rein, euere Wünsche gemessen, euere Bestrebungen heilig und erhebend sein, nnd euer Frühling wird nicht verblühen, And euer Mond wird nicht abnehmen, O^lp " N'TN, und der Ewige wird dir werden zum unvergänglichen Lichte. Amen. II. ^^^^W-S^k^^ 17

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