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Der israelitische Volkslehrer · 1852-08-01 · Heft 8 (August 1852) · page 12

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 8 (August 1852)
Date
1852-08-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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188 Der^ Mondwechsel des ^Lebyis. Erster Vortrag. jugendlichen Freuden, die uns wie eine Schaar geflügelter^indersentgegen schweben?^ Und wer erinnert sich nicht gerne am Gedenktage der schönsten Tage seines Lebens? wer möchte diese heitere Vorrede in das ernste Buch unsres Lebens nicht aber- und abermals lesen, sein Herz an ihrem himmlischen Inhalte zu erquikken? MDa nimmt ja unsere Lebensfreude zu von Tag zu Tag gleich dem wachsenden Neulichte;^da schwebt ja unser Lebenskahn gleich des Mondes goldgeschweiftem Schifflein unter freundlichen Sternen so leicht dahin!/M Aber wenn die Freude unserer Jugend schuldbefleckt war? wenn bei unserem Gange durch das Paradies unseres beginnenden Lebens die göttliche Stimme ruft: >Adam, was hast du gethan?hast du von der Frucht genossen, die ich dir verboten? und wir in die Erde sinken möchten ^vor diesem schauerlichen Richterworte? und wir uns in die Bäume des Gartens verbergen möchten vor der Stimme Gottetz/.dxr. man nicht entrinnen, vor dem Auge Gottes, dem maU^mDt^ent- Fiehen kann?^— O wohl dir, wenn deine Jugendfreude rein ^var; wenn der Frühling des Lebens dir in.Muldloser Seligkeit dahinschwand, kein Wurm die werdende Blüthe und kunfAge^Frucht annagte! Wie erquickt dich am »«50m KasZieoron" die liebliche Erinnerung i^Warst du arm — jung warst du doch, und froh in deiner Unschuld warst du trotz deiner Armuth; warst du reich und widerstandest den Gefahren der Verführung und wichest aus der Gelegenheit zur Sünde — wie magst du doppelt der Erinnerung^ dich freuen heute am heiligen Erinnerungstagel — Aber wehe! wenn deine Erinnerung heute der Jugendfreude begegnet und diese beschämt die Augen niederschlägt; wenn dein Herz vor dem Throne deines inneren Richters knieet und betet: „der Sünden meiner Jugend und meiner Fehltritte gedenke heute nicht!" Ach, war es so mit deiner Jugend bestellt, dann nütze die Tage der Buße! Entfliehe nHtder Erinnerung, ob sie dir auch schmerzlich istAund in dem Feuer der Reue glühe die Wunden deines Herzens aus — OMO I^N^M und unser Gott ist barmherzig! — Was du im Paradiese der Jugend gefehlt, mache es gut in Fleiß und eifrigem Ringen nach dem Guten ausser dem Jugendparadiese, wo du im Schweiße deines Angesichtes dich durch das Leben arbeitest. „Denn Staub bist du, und zu Staube wirst

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