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Der israelitische Volkslehrer · 1852-07-01 · Heft 7 (Juli 1852) · page 13

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 7 (Juli 1852)
Date
1852-07-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Ansprache :e. Fund. d. Rabbiner -Wittwen - u. Waisenkaffe. 165 Dieses im Drucke längst vollendete Ausschreiben wurde deßhalb in der Versendung verzögert, um den Erfolg in hiesiger Gemeinde, der sich unterdessen als ein sehr erfreulicher herausgestellt, abzuwarten. Möchte derselbe in anderen Gemeinden, durch Anregung von Seiten auch der noch nicht beigetretenen Herrn Col» legen, ein gleich erfreulicher sein! — Wir wollen bei dieser Gelegenheit nicht versäumen, wiederholt darauf hinzuweifen, daß das begründete, aber nur durch lebhafte Theilnahme von Seiten der Rabbiner selbst zu erhaltende Institut unserer Wittwen-und Waisenkasse Allen am Herzen liegen muß, weil es Allen gegründet ist. Es kam uns ein Brief zu Gesichte, worin ein sonst vernünftig denkender, aber in seinen religiösen Kundgebungen zu ängstlicher Rabbiner aus Norddeutschland unser Institut mit furchtsamen Blicken betrachtet, weil es von Männern gegründet wurde, welche der neueren Richtung huldigen. Abgesehen nun davon, daß hierin nicht nur eine große Schwäche, sondern ein noch größeres Unrecht liegt; denn es heißt die Hinterbliebenen eines Rabbiners für dessen religiöse Gesinnung büßen lassen — so müssen wir dagegen im Jnterresse des heilsamen Unternehmens die entwaffnende Thatsache anführen, daß in dem früheren Statutenentwurf dem Rabbiner der israel. Gemeinde zu Frankfurt a. M. der Vorsitz zuerkannt werden wollte, in den jetzigen Statuten aber, und zwar auf Antrag dieses Rabbiners selbst, diese Bestimmung weggeblieben ist, und wurde auf desselben Antrag in der Direction eines unserer namhaftesten Gemeindemitglieder, der Consul und Banquier B H. Goldschmidt znm Vorsitzenden ernannt, um dadurch von vorneherein jede Parteifärbung zu beseitigen. Unser Vorsitzender ist mit regem Eifer der Sache zugethan; er selbst hat fl. 150 — als freiwilligen Beitrag, die übrigen Directionsmitglieder so wie andere angesehene Männer in der Gemeinde verhältnißmäßig gleich bedeutende Beiträge gezeichnet, so daß wenn in den übrigen Gemeinden Deutschlands sich eine gleich rege Theilnahme für diese gute Sache kund gibt, in der Begründung eines erkleklichen unangreifbaren Fonds einem erfreulichen Resultate entgegensehen werden darf. — Die betreffende Ansprache lautet wie folgt:

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