Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1852)
- Date
- 1852-05-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten aus der Synagoge, 125 21. Nachrichten aus der Synagoge. ** Frankfurt a M. Mai 1852. — Die Einzeichnungen zu freiwilligen Beiträgen, für die Fundation der deutscheu Rabbi ner-Wittwen- und Waisenkasse nehmen in der Hiesigen Gemeinde einen erfreulichen Fortgang. Die Direction wird den ganzen Erfolg abwarten, um dann die übrigen Gemeinden in Deutschland zu gleicher Förderung dieses schönen und heilsamen Znstitutes aufzurufen. — Aus Meiningen wird uns mitgetheilt, daß das dortige Cultusministerium die Aufnahme sämmtlicher angestellten israelitischen Lehrer des Herzogthums in die christliche LehrerWittwenkasse ausgesprochen hat. Es ist dieses ein erfreuliches Zeichen der Zeit, im Sinne tatsächlicher Gleichstellung und im Geiste wahren Fortschrittes; die Anregung dazu ist dem dortigen strebsamen Landesrabbiner, vr. Moses Dr eifuß zu verdanken Von demselben wurden auch zu Walldorf, dem Sitze des Rabbinats, die jüdischen Trauer gebrauche zeitgemäß modificirt. Auch ein neugestifteter M wirkt bereits viel des Guten. Da wir die Umbildung der »Okekrotk« im Sinne der Neuzeit, zur Erhaltung unserer auf dem Grunde der zMsng« ruhenden werkthätigen Liebe, für eine der schönsten und lohnendsten Aufgaben der israelitischen Volks- und Jugendlehrer erachten, so würde uns Herr vr. Dreifuß sehr verbinden, wenn er uns über Plan und Wirksamkeit des dortigen Frauenvereins für diese Zeitschrift Einiges mittheilen wollte. — Aus dem Großherzogthum Baden wird uns gemeldet, daß von Seiten des dortigen Oberraths ein Lehrplan für die israelitischen Schulen in Aussicht gestellt sei. Bis jetzt fehlte es an einem solchen, und war es jedem Rabbiner überlassen, die nöthigen Anordnungen zu treffen. Wir zweifeln nicht, daß die intelligenten Männer, welche in jener Behörde sitzen, die große Bedeutung eines solchen Werkes würdigen werden, um durch gemeinsame Maßregeln den gemeinsamen Fortschritt zu fördern. — Die Grundsätze bürgerlicher Gleichstellung scheinen in Baden, dort wo sie uns am erfreulichsten sind, nämlich im Volke, mehr und . ' 10*