Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 4 (April 1852)
- Date
- 1852-04-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Kindschaft und Erstgeburt. 99 schast verlassen war, und es nun galt der Freiheit die höhere Weihe zu geben, die nicht mehr tyrannisch geknechteten auch sittlich zu heben, mit einem Worte: aus Pharaos Sklaven Kinder Gottes zu machen, da läßt Gott aus den Höhen ihnen am Sinai die Botschaft seines welterlösenden Gesetzes mit den Worten ankündigen (2 B. M. 19,4.): O^V) O2Ntt Ich "ahm Euch auf Adlers Flügeln, '.'htt tt'IdN Und brachte Euch zu mir! Können sich Allmacht und Vatergüte herrlicher und herzlicher auszusprechen? — So in der Thora. — In den Propheten spricht Jesaia s: (63, 16). „Du, o Ewiger, bist unser Vater, unser Erlöser von Ewigkeit ist dein Name" Und Jeremias (3,4.) spricht im Namen Gottes: „nicht wahr? von da an riefst Du mir zu: mein Vater! der Freund meiner Jugend bist du!" Und Hosea (11, 1.) spricht: „ein Knab' war Israel, und ich liebte ihn, und aus Aegypten berief ich meinen Sohn." Und Maleachi,(2, 10.) der Propheten letzter, spricht das schöne Wort: ,12^!? NNK 255 dt^N Haben wir nicht alle Einen Vater? ^55 Hat uns denn nicht nicht Ein Gott geschaffen? .^NKZ VNV Warum Bruder an Bruder treulos sein, N^NlÜtt N'-Q Zu entweihen uns'rer Väter Bund? — Kann das Verhältniß zwischen Gott und uns, die Kindschaft Israels inniger bezeichnet werden? — So in den Propheten. — Und in den heiligen Schriften heißt es: „er nenne mich: mein Vater! mein Gott und Fels meines Heiles!" (Ps. 89,27.) Und David beschwichtigt die reuige Seele mit den Worten: „wie ein Väter sich der Kinder erbarmet, so erbarmt sich der Ewige derer, die ihn fürchten" (Ps. 108, 13.). Und Salomö sein Sohn ruft in seinen köstlichen Sprüchen dem jungen Geschlechte zu: „die Zucht Gottes, mein Sohn, verachte nicht, und murre nicht bei seiner Zurechtweisung. Denn wen Gott lieb hat, den weiset er zurecht, wie ein Vater, welcher dem Söhne wohl will" (3, Ii.) — So ist die heilige Schrift in allen ihren ^heilen voll von Beweisen des erkannten innigen Verhältnisses zwischen Gott und den Menschen! Und als spater die