Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 3 (März 1852)
- Date
- 1852-03-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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80 Ein Frühlingsgruß. entflammt — auf, Barak, und übe dein Kriegeramt— und geh' und künde der Erde an — daß meine Heere gegen sie nah'n! — Doch Barak spricht: ich geh uicht allein du müßtest denn, Wolke, mit mir sein! — Spricht Wolke: so mag es geschehen, — ich will dir treulich zur Seite gehen. — Da erdröhnt des Donners furchtbarer Schall —und die Erd' antwortet im Wiederhall — und niederstürmet des Regens Schwall — und der Blitz folgt hinter dem Wolkenwall. — Da hüllet das Gartenland — sich in sein schönstes Festgewand; — und die Rose erfreut, — daß der Thau sie erneut — sie weinet des Nachts und weinet wieder — ihr fließet die Thrän' an der Wange nieder. — Doch die Flur, wie ein Mädchen geschmückt,—aus den Fenstern ihres Palastes blickt; — den Schleier hat sie abgethan — und güldne Kettlein legt sie an — und Myrhe-Düfte umfließen sie — der Myrthe Zünglein schweigen nie;—denn wiederholt, wohin ihr geht,— von ihr allein nur ist die Red'. — Da kräftigt der Wein — das matte Gebein — nach des Winters erstorbenem Sein; — und Seelen entzückt er — zerstörte erquickt er!--Doch in unserem Kreise— befand sich der erhabene Weise, — vor dem die Bewährtesten stille sind,— der Greise durch Klugheit und Anmuth gewinnt; — aus Känitischem Saamen, — Cheber Hakans) sein Namen, — der weiß, mit Schnüren — von Saphyren — den Hals der Bücher zu zieren — und holet die Perlen, welche Wiesen — in der Gedanken Meeeestiefen. — Und er Hub an und sprach zu ihnen — ein Baum des Lebens seid ihr mir erschienen — der soll zu erquickendem Schatten dienen. — Hier um den Thron der Würdigkeit — seh ich Euch all " versammelt heut! —Der Lenz in euerem Blich sich malt —wie Glanz vom heitern Himmel strahlt. — Die flüchtigen Hören, — sind neugeboren, — in ihren Zügen, — glänzt das Vergnügen. So rüstet Euch denn, ihr Helden mit Macht, — ihr Sterne der Nacht —ihr Männer von Geist, im Sinne klar —laßt uns besingen die Monde im Jahr! — Ein Jeder erhebe seines Mondes Ruhm — und leg' ihm die Krone der Lieder um. — Laßt Nisan, den holden, zuerst uns grüßen — es soll Adar die Reihe beschließen! — Da mag sich die Dichtkunst offenbaren — wenn Euere Reden Prüfung erfahren, — ob Ihr den Genius besitzt, den wahren. — Da sprach das Volk aus Einem Mund: — du thatest deine Macht uns kund —und Deiner Weisheit tiefen Grund, — drum sollst du im Liede der Erste sein — wir alle folgen hinter dir drein — um deinen Worten Gehorsam zu leih'n. — ___ (Fortsetzung folgt.) Unter diesem Namen läßt ^l-vkarisi den Helden seines Gedichtes in manmchfaltigen Wandlungen auftreten.