Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 3 (März 1852)
- Date
- 1852-03-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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60 Die Mittagshöhe des Jahrhunderts!e. fang bestimmt, der Sohn des Geistes und der Wahrheit, in der Mitte der verbrüderten Völker, der geeinigten Menschheit. Und du, Vater im Himmel, o steh uns bei in diesem Streben und Ringen zu deinem Ruhm und deiner Verherrlichung; führe sie herbei jene von dir verheißene, von deinen Propheten glorreich verkündete Zeit, da der Kampf ruhen, das Schwert verschwinden, der Haß aufhören wird, jene Zeit, da die Liebe wird wohnen unter den Menschen, die allesammt dich allein anbeten, in einem Tempel dich allein verehren werden, Hort Israels, Erlöser des Menschengeschlechtes. Amen. II. Aufforderung an die Rabbiner Deutschlands, die so drückenden Erschwerungen der letzten Jahrhunderte in Betreff des EntHaltens von biblisch und talmudisch erlaubten Nahrungsmitteln am Pesachfeste pflichtgemäß und ungesäumt aufzuheben. Wir haben in diesem Hefte einen ersten Aufruf an die Gemeinden Israels ergehen lassen, einer armen, in Folge der erlangten Freiheit in der neuesten Zeit schwerbedrängten Schwestergemeinde beizustehen und sich dadurch den Genuß des Freiheitsfestes zu erhöhen. Wir lassen hier einen zweiten Aufruf an die Volkslehrer und Rabbiner Israels folgen, den armen Israeliten, besonders in den Landgemeinden, auf denen namentlich am Pesachfeste der Druck der religiösen Erschwerungen vergangener Jahrhunderte so schwer lastet, Erleichterung zu verschaffen und sich selbst dadurch am Feste das Gefühl der geübten Pflicht zu bereiten. Der Hunger droht von allen Seiten furchtbar in's Land; in vielen benachbarten Gegenden des Spessarts, der Rhön, des Odenwaldes, Frankens und Kurhessens erhebt er sein grinsendes Haupt. Die Roth ist an manchen Orten grausenerregend, an anderen schwerbedrückend, überall fühlbar und wehthuend. Die minderbemittelten