Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1852)
- Date
- 1852-02-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten aus der Synagoge. Ehre, dessen Streben nach Licht und Wissenschast auf seine israelitischen Söhne überging. Früher war P o l e n eine Pflanzschule geistlicher Hirten für Israel; aber von dort kam kein Licht; sondern MWKaK« und ^?!1pu1^ hieß das treue Bruderpaar, welches uns Jahrhunderte hindurch in Nacht und Verwirrung führte. ^- Aus Alzey, in Rheinhessen, wird uns die erfreuliche Anzeige, daß daselbst im verwichenen Herbste eine Anzahl gesinnungstüchtiger israelitischer Männer sich vereinigt, um den in's Stocken gerathenen Synagogen-Neubau durch bedeutende Opfer aus eigenen Mitteln zu ermöglichen und damit die Beschaffung und Einrichtung einer Wohnung für den dortigen Rabbiner zu verbinden. Diese schöne Handlung ist besonders als Akt der Pietät und Anhänglichkeit für den jetzigen Rabbiner daselbst, Herrn vr. S. Adler, zu würdigen, welcher auf diese Weise durch sein ächtpriesterliches Wirken und Lehren seiner Gemeinde diese Wohlthat verursacht hat. >12 'Hn ONIN ^^Z^N ^2 In Walldorf, bei Meiningen, wo an der Stelle des sel. H o f m a n n, jetzt der Landesrabbiner Herr vr. M. Dreifuß Gutes wirkt und den religiösen Fortschritt nach Kräften fördert, wird mit dem Beginne des nächstkommenden Spnagogenjahres der dreijährige Cpelus eingeführt werden. — Die durch diese Blätter an die deutsche Judenheit ergehende Anregung zu gottesdienstlichen Reformen streuet da und dorthin ein Saatkorn, welches bereits segenbringend aufgeht. So wird uns aus Ritzebnttel, bei Hamburg, berichtet, daß in der dortigen Synagoge die mitgetheilten Predigten zum Vorlesen benützt werden, und schon manche liturgische Verbesserung aus dem „Volkslehrer" durch den Lehrer und Cantor Herrn Simon Hecht daselbst eingeführt worden sei. — Aehnliches wird uns aus Cappenbrügge, im Hannoverischen, mitgetheilt, wo die strebsame israelit. Gemeinde, angeregt durch ihren Lehrer und Prediger, Herrn M. S. Waronheim, rüstig auf dein Wege ist, Gotteshaus und Gottesdienst im Geiste der Zeit und einer geläuterten Religiosität umzugestalten. Nur muthig vorwärts! „die Freundlichkeit Gottes ist mit uns, und unserer Hände Werk wird Bestand haben."