Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1852)
- Date
- 1852-02-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten yus her Synagoge. 47 MHMde--«Mt, wieMstle. befähigte Männer, auch in kleineren Gemeinden, als Lehrer und Cantoren im Stillen am Umbau unseres Cultus nach Kräften thätig find. Einige der Befähigtesten werden demnächst ans Kosten der Gemeinde zum Probevortrag eingeladen werden. —. Der hiesige Gemeinde-Vorstand hat, auf Antrag des Rabbiners Stein, den durch seine unpartheiliche Gesinnung und durch gründliche Gelehrsamkeit in den rabbinischen Schriften ausgezeichneten k. Salomon Geiger, Bruder des Rabbiners zu Breslau, das Prädikat „Noi-enu« ertheilt und dadurch einen Beweis seiner eigenen Unpartheilichkeit und Friedensliebe kundgegeben.— Aus Paramoribo, in Surinam (niederländische Colom'e in Südamerika), ward hierher geschrieben , daß dort in zwei Synagogen zwei Gemeinden bestehen, eine portugiesische und eine deutsche, welche jedoch den löblichen Entschluß gefaßt haben, sich zu Einer Synagoge und Gemeinde zu verbinden, und den RituS der Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M. daselbst einzuführen. Es sind von hier die betreffenden Mittheilungen und Materialien dorthin abgesendet worden. — Die jüdische Gemeinde „SM Modim« zu Charlestown, in Südcarolina (in den vereinigten Staaten Nordamerikas) sucht einen Geistlichen (mmister), dem sie sür's Erste einen Gehalt von 1000 Dollar (fl. 2500) außer den Accidentien und mit Aussicht auf spätere Erhöhung des Gehaltes, verspricht. In dieser Gemeinde wird der Gottesdienst von einer Orgel begleitet; der dreijährige Cyclns ist eingeführt, die zw eiten Feiertage sind abgeschafft. Ebenso ist der hebräische Theil des Gottesdienstes geläutert und gekürzt worden; statt dessen erhöhen Gesänge und Predigten in englischer Sprache die Würde und die Andacht. So regt sich's und treibt überall vorwärts. Der Geist der Zeit bricht sich Bahn in aller Welt; wer will ihn hemmen? — Unsere Collegen, die Lust haben sich zu bewerben, machen wir auch auf die vacante Oberrabbinerflelle in Reggio aufmerksam, in Betreff welcher an die hiesige Gemeinde, wohl auch an andere große Gemeinden Deutschlands, vom dortigen Vorstande eine Asfiche gesendet wurde, mit der Bitte, solche durch Anschlag in der Synagoge zur öffentlichen Kunde zu bringen. Daß die Ausländer ihre Rabbiner jetzt in D e u t s ch la n d suchen, gereicht gewiß unserem Vaterlande zur