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Der israelitische Volkslehrer · 1853-11-01 · Heft 11 (November 1853) · page 24

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 11 (November 1853)
Date
1853-11-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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282 Synagogen-Nachrichten. Die Gemeinde in JaStrow beabsichtigt im nächsten Frühjahre den Bau einer neuen Synagoge, wozu auch schon ein Fond von Z000 Rthlr. bereitliegen soll. — Freitag den 28. traf die traurige Kunde vom Dahinscheiden des alten, ehrwürdigen Rabbi I. Spiro aus Jnowraclaw ein. Als Gelehrter nahm der Verblichene unter den noch lebenden orthodoxen Rabbinern eine der ersten Stellen ein. Friede seiner Asche! — — A. Fürst, Lehrer. Ritzebüttel bei Hamburg. Wie ich Ihnen scho,n früher gemeldet, daß Predigten aus dem Volkslehrer in der hiesigen Synagoge öfters zum Vorlesen benutzt wurden nnd werden, so habe ich noch zu erinnern, daß namentlich das Gebet am „Mattenath Jad", wie solches im Volkslehrer mitgetheilt ist, anch hiesigerseits mit vielem Beifall eingeführt wurde. Als eine nicht uninteressante Erscheinung will ich auch nicht unerwähnt lassen, daß selbst von einem memer christlichen Cöllegen. natürlich mit einigen Abänderungen, Predigten' des Volkslehrers in der Kirche zum Vorlesen benutzt werden. — 'Wie Ihnen gewiß längst bekannt sein wird, ist von Worms aus ein Aufruf an die jüdischen Gemeinden Dentschlands zur Erbauung eines Monumentes für „Raschi" ergangen. Auffallend ist dabei, daß sich das verehrliche Comite an Rabbiner, Vorsteher, Gemeindeglieder wendet, den Religionslehrer aber bei Seite Wt, gerade als gingen ihn jüdisch-religiöse Angelegenheiten nichts an! Freilich ist im Allgemeinen der Lehrerstand nicht mit irdischen Glücksgütern gesegnet, um reichlich beisteuern zu können; doch dürste gerade er es sein, der über den Zweck gemeinnütziger Angelegenheiten/ zumal an Orten, wo kein Rabbinatssttz ist, am Meisten befragt wird. Nicht Ehrsucht ist es, was mich zu dle^er Bemerkung zwingt , sondern das Interesse der Sache selbst> indem jedem Stande eine gewisse Rücksicht gebührt, welche gewöhnlich nicht ohne Schaden für die Sache verletzt wird. Simon Hecht, Lehrer. Mainz, im Okt. Man geht am hiesigen Orte damit um, eine Unterstützungskasse für aus der Fremde hierher kommende arme Js raelit en zu errichten, aus welcher wandernde Arme, an bestimmten Tagen, bestimmte Gaben erhalten sollen, um dadurch diese Branche der Wohlthätigkeit besser zu überwachen, als auch dem Hausbettel, der, außer dem von selbst ihm anhangenden Mißbrauche, noch dazu ein wahres „Chillul-Haschem" ist, zu steuern; gewiß ein Vorhaben> welches in allen größern Gemeinden Nachahmung verdient, um allmählig dem widerlichen Lazzaroniwesen ein Ende zu machen. -TÄKQZ,-

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