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Der israelitische Volkslehrer · 1853-10-01 · Heft 10 (Oktober 1853) · page 22

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 10 (Oktober 1853)
Date
1853-10-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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252 Der Mensch im Lichte der Religion. Ps. 34, 6—8, wie folgt: ,LN55 Heil den Menschen, 1^? 7V Die ihre Stärke finden in dir, Gebahnten Pfad in ihren Herzen! ^ÜIP Sie ziehen durchs Thränenthal, Und schaffen sich zur Quelle um; O^l Herbstregen bekleidet sie mit Segnungen; ^Nv So wallen sie von Kraft zu Kraft, : sl'ZtlZ O^N^X Bis sie vor Gott erscheinen in Zion. Herrliche Worte! — Und sind wir nicht so glücklich, in Viesen Tagen, in einem und demselben Psalm, immer die Worte zu finden, die unserer Betrachtung entsprechen, die unsere Stimmung bezeichnen? — Ist es nicht gerade, als hätte der Psalmist den Versöhnungstag im Auge gehabt, und von ihm die Worte gesprochen, die weiter im 11. V. vorkommen: „ein solcher Tag ist besser denn sonst tausend" O'p ^? IM nicht gerade, als seien die Worte unseres eben verlesenen Textes geschrieben, um unsere Gefühle in dieser Stunde auszudrücken? — Wir sind es ja, die heute ihre Stärke fanden in Gott; wir zogen heute durchs Thal der Thränen, und es ward uns zur Quelle des Heilsder Regen, der in dieser Herbstzeit unsern Augen entströmte, er bekleidete unser Seelenland von Neujahr bis Versöhnungstag wieder mit Segnungen; und so wallten wir von Kraft zu Kraft, bis uns in dieser Abendstunde die Pforten geöffnet werden, um zu erscheinen vor Gott in seinem himmlischen Zion, am Throne seiner ewigen Barmherzigkeit. Und wie sich nun in dieser Stunde der untergehenden Sonne Tag und Nacht vermählen, und alle Gefühle und Gedanken, die gestern Abend und heute Morgen uns Geist und Herz bewegten, von der leuchtenden Höhe dieses Tages in das schattige Thal dieses Abends niederströnnn, um die Seele zu einem stillumfriedeten See zu erweitern, in welchem Gottes ewige Sterne sich spiegeln: also, m. Z., sei hie menschliche Seele

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