Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1853)
- Date
- 1853-10-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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246 Der Mensch im Lichte der Religion. wer erkennt, was er an einem braven Weibe hat, der liebt es über Alles; wer erkennt, was ein treuer Freund Werth ist, der liebt ihn wie seine eigene Seele; wer erkennt, was die Menschheit ihm bietet, was die Erde ihm gewährt, der gibt sich in aufopferungsfähiger Gesinnung der Welt und der Menschheit hin. So soll der Menschengeist sein Berhältniß zur Welt erkennen, damit er in heiliger L i e b e seine Pflichten gegen die Welt erfülle. Wie er in Betreff der Veredlung und Verherrlichung seines eigenen Wesens spreche: Ott „sorg' i ch nicht für mich, wer sorgt denn für mich," so soll und muß er in Betreff der Welt sprechen: '»O^ 'ZttvNI „und sorg' ich nur für mich, was bin ich?" — Blieb denn der Hohepriester bei seinem Opferdienste im Heiligthume stehen? erkannte er so sein höchstes Priesteramt, daß es mit dem inneren Dienste erschöpft sei? — Nein! die heil. Schrift gibt im Propheten Malachi ein Zeugniß von dem ächten Gottespriester in den Worten: I.^O^NMN N^NIIN „die Lehre der Wahrheit war in seinem Munde, ."^pl und kein Unrecht fand man auf seinen Lippen; Ntt im Frieden und Geradheit ging er mit mir, O^l, und. Viele brachte er zurück von der Sünde." — Sehet, das ist ächter Priesterdienst; so bewährt sich der Edle als ein Schüler Aarons; ZiNtt IN^NO. Und also soll auch der Menschengeist, der dienende Priester im Heiligthume seinen höchsten Beruf unter den Erdenwesen erfassen und üben, daß er ablege die Selbstsucht, wenn sein Blick sich wendet nach außen, um dort, in der Welt, den heiligen Dienst zu versehen. O'OI Ntt s>ni1 Und soll baden seinen Leib in der reinen Quelle seines Pflichtenthums, wNj? an heiliger Stätte, k^l, und dann begebe sich der Menschengeist in die Welt , Oxn N^v NM IN^V Ntt NWZN und er bringe dar sein Opfer und das Opfer für das Volk,N!?21 N!Q OVN, damit er eine Sühne bewirke für sich und für das Volk, damit im aufopfernden Streben und Hingeben für die Welt sich die Versöhnung zwischen dem Einzelnen und derGesammtheit heilig kundgebe. —