Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1853-10-01 · Heft 10 (Oktober 1853) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 10 (Oktober 1853)
Date
1853-10-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3129675-3129704-3129715--0877-3132259
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das MensHlich.eH.erz, dex Mar im Tempel. 237 Pflichten vernachlässigt? wenn er den gerechten Tadel seiner Mitmenschen sich zuziehet, über den er sich in der Leidenschast hinweg setzet, der sich aber in stillen Stenden als gegründet ankündigt und Schmerz genug verursacht? wenn der Frevler öffentlich Aergerniß gibt durch Dinge, N^WPN 5^ iwtt, die nicht geschehen dürfen, und er schuldbar dasteht? —Bist du djr dessen bewußt, und sind die Menschen unnachsichtig in deiner Beurthetlung — flüchte vor ihnen, wie der scheue Vogel ins Nest, zu den Altären deines Gottes; bring' auf dem Altare -deines Herzens dein Sündopfer ^5ittkN Plp), in Reue und mit inniger Zerknirschung, und Gott wird dir vergeben; du aber hüte dich, durch deinen Wandel ferneres Aergerniß zu stiften; denn ein Sünder macht durch sein Beispiel viele Sünder; 12 Q'inn 55HN, die Sünde der Vielen hat er zu verantworten. — Und ist deine Schuld Niemanden bekannt, als dir selbst; sind es geheime Sünden, deren nur du dir bewußt bist; wenn du deine Natur entweihet durch die Lüge, Denn du deiy leibliches Wesen entheiligt durch erniedrigende Lüste, und es ist im Taumel die Sünde dir abhanden gekommen, 1VP O^l, und nun heute klopft es an bei dir und ruft: ich bin d a! — und du selbst kannst dir nicht vergeben; du kannst dich nicht selbst reinsprechen, denn du fühlest dich entweihet! — was willst du thun? —Flüchte vor dem Pfeile des Gewissens, wie der verfolgte Vogel ins Nest, zu den Al- Mren deines Gottes! .n^v r)N^b 'D N'NI Wenn Jemand in selcher Weise sich verschuldet, n^x so bekenne er vor Gott, was er begangen; Nd^ 55^1 und .bringe auf dem Altare des Herzens sein Schuldopfer (O^tt fli-?) dem Ewigen; und die alte Vorschrift bezeichnet für die geheime Verschuldung ein weibliches Thieropfer, um des Menschen Schwäche anzudeuten, welche er opfern soll. — Wenn du also deinen Sinn brichst vor Gott und deine Schuld eingestehst und deiner Schwäche suchst Herr zu werden: O'N^tt '»NI? NNM) NN, so nimmt Gott den gebrochenen Sinn als das Liebste Opfer auf. —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.