Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 9 (September 1853)
- Date
- 1853-09-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Leib> ein Tempel Gottes. »"Ü^I O)1 NSO^ Es sehnet sich und schmachtet selbst mem leiblich Wesen /,1 NNLN^? Nach den Vorhöfen des Herrn, i^II MeinHerz und mein Fleisch lobsingen Dem lebendigen Gott--- Diese innigen Worte sollen uns bei unsrer heiligen Betrachtung leiten, die Gott segnen wolle. Amen. I. ' Und wenn wir uns, a. Z. , fragen, welche Menschenpflichten wir am heiligen Neujahrs- und Gedächtnißtage in Erinnerung bringen, auf's Neue beherzigen sollen in Beziehung auf das leibliche Dasein? so tritt uns als das " Erste entgegen jenes durch die ganze Natur gehende Gesetz, welches bei dem freien Menschen zur Pflicht wird, nämlich: das leibliche Leben zu erhalten :?l'7M^Y NN'^ .IQ Wie freundlich sind Deine Wohnungen, Herr derSchaaren! — Da es zur Zeit des heiligen Sängers nur Eine Gotteswohnung, nur Einen Tempel gab, zu Jerusalem, und derselbe dennoch von „Wohnungen" spricht, so haben wir die Stelle dahin zu erklären, daß der begeisterte Psalmendichter von dem Gedanken ergriffen war, daß auch die Erde, die Gestirne, die unzähligen Welten über uns ebensoviel glänzend erleuchtete Wohnungen Gottes seien; er aber sehne sich mit seinem leiblich umschränkten Wesen nach den stillumfriedeten Vorhöfen des Ewigen, um hier im geschlossenen Raum den Gedanken der Unendlichkeit zu erneuern, daß ein lebendiger Gott durchdringe das weite All. — Und siehe da! unser Leib selbst ist eitte Wohnung Gottes, ist eine freundliche Wohnung des unerfaßbaren Weltenherrn! — Denn die Unendlichkeit hat nicht Raum für ihn, und detmoch wohnet er bei uns, in uns!— Menschenleib, köstliches Gebäude aus Gotteshand!- Der Gebeine grund-