Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 9 (September 1853)
- Date
- 1853-09-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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(September 1853.) —"5°3(AWS>o<- »2. Zur Israelitischen Geschichte, mit besonderer Beziehung auf die charakteristischen, für den Volks- und Jugendunterricht bedeutungsvollsten Momente der Glaubenslehre. Von Dr. I. M. Jost. t. Wunderbar und voller Räthsel ist das Schicksal Israels von dem Augenblicke an, da dies Volk den Schauplatz der Welt betrat, bis zu unfern Tagen; wunderbar und räthselvoll wird es bleiben, so lange die Bestimmung dieser dauernden Erscheinung nicht gänzlich erfüllt ist. Welch'eine Erscheinung! Jahrtausende ziehen vorüber und versinken in Vergessenheit, nur schwache Spuren ihres Andenkens hinterlassend; mit ihnen verschwinden unendliche Schaaren der Gestalten, die sich in ihnen bewegten, und sie allein bleibt, wie die Weltkörper, die stummen Zeugen der Vergänglichkeit unsers Daseins; sie allein mit dem lebendigen Worte sich selbst als unzerstörbar verkündigend; sie allein, unter allem Wechsel der kommenden und abtretenden Gestalten, mit immer erneuter Kraft dem Verfalle trotzend; sie allein felsenfest gegen alle hereinbrechenden Stürme, sie allein muthvoll im Kampfe gegen unzählige bittere Feinde, sie allein, selbst wenn das Heer ihrer Di ner zerstreut und entwaffnet worden, immer von neuem aufstrebend und Stärke gewinnend, ein anschauliches Bild der Auferstehung des Geistes!— Es giebt Denker, welche mit Gleichgültigkeit, ja mit Verachtung den Blick von ihr wegwenden. Unnatur! rufen sie, Ausartung der Schöpfung nennen sie das, was sie nicht zu erkennen vermögend Es giebt Denker, welche mit Liebe