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Der israelitische Volkslehrer · 1853-08-01 · Heft 8 (August 1853) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 8 (August 1853)
Date
1853-08-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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bei den Israeliten der neueren Zeit. 179 als im Frühling der Gießbach die Felsentrümmer zu fragen pflegt, ob sie wollen mit ins Thal genommen sein; er nimmt sie mit fort, weil sie ihm im Wege stehen. — Leben und Gesinnnung aber, welche, reinere Gluthen an dem allgemeinen Lichte entzündend, seit hundert Jahren ihren Einfluß auf die Juden mächtig geltend gemacht haben, fanden eifrige Gehilfen, voranleuchtende Fackelträger an bedeutenden Männern aus Israel selbst. Der Umstand, daß von bürgerlichen Laufbahnen im Staatsleben den Juden wohl manche auf dem Gebiete der gewerblichen, nur sehr wenige aber auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Tätigkeit geöffnet wurden, bewirkte, daß viele durch die Zeit angeregte und anregende Geister den eigenen jüdischen Gemeinden ihre Wirksamkeit schaffend oder doch bewegend zuwendeten. Und es ist als ein Fingerzeig der Vorsehung zu betrachten, daß durch jenen in seiner Ursache so bedauerlichen, in seinen Wirkungen aber so erfreulichen Umstand gerade der Schule — denn welche Stellen sonst konnten die Gemeinden den jüdischen Gelehrten anbieten? — so bedeutende Kräfte zugeführt wurden, in einer Zeit, wo es galt, den alten Schlendrian an der Wurzel zu fassen, durch verbesserte Erziehung den geläuterten Ideen Stützen und Träger zu verschaffen, durch Umrodung des Bodens im Herzen der Jugend Raum für die edleren Anpflanzungen der Neuzeit zu gewinnen. Wie Moses in der Wüste, — unter den größten Mühseligkeiten, angefeindet von dem eigenen Volke, welchem er doch wohlthun wollte, von dem alten Geschlechte mit Undank und Widerspenstigkeit für seine gränzenlose Hingebung bezahlt, — lehrte, wirkte, strebte, starb, um in dem herangebildeten jüngeren Geschlechte fortzuleben und seine göttlichen Gedanken aus die Nachwelt zu vererben, — also haben in der zweiten Hälfte des vorigen und in der ersten des gegenwärtigen Jahrhunderts, viele Jahrzehende hindurch, treffliche, aufopferuygsfähige Männer, unter den bittersten Anfeindungen eines hartnäckigen Volkes, ihr erfolgreiches Lehramt geübt, immer die Zukunft im Auge, an einer Blüthe sich erfreuend,

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