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Der israelitische Volkslehrer · 1853-07-01 · Heft 7 (Juli 1853) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 7 (Juli 1853)
Date
1853-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Reines Herz und festen Geist» 151 1. Ein reines Herz, 2^, erbittet sich der heilige Sänger; wir beten mit ihm; wir erflehen für uns, wir erflehen für unsre Kinder vor Allem: ein reines Herz. — Was sind auch alle Schätze, was alle Freuden dieser Welt ohne die Reinheit und Lauterkeit des Herzens? Kommet mit hinaus in die Natur, in das hell und strahlend aufgeschmückte Gotteshaus; bringet Ihr nicht mit einen reinen Sinn, ein unverdorbenes Herz, verstehet Ihr dann die Natur? ja, sind wir dann würdig, uns an die Spitze ihrer Geschöpfe zu stellen? die erste Stimme zu übernehmen in dem großen Halleluja der Schöpfung Gottes? — Der große Sänger Gottes und der Natur, David, ruft darum beim Anblicke der herrlichen Schöpfung begeistert aus: Nttl^M s^tt.l „Des Ewigen ist die Erde, und was sie füllet, die Welt und die wohnen darinnen!" Dann aber fraget er: „Wer darf besteigen den Berg des Herrn? und wer sich stellen an seinen heiligen Ort?" Wer ist würdig, in dem großen Gottestempel, der nie veraltet, der mit seinen grünen Säulen, seinem blumigten Estricht, seiner blauen Kuppel, ewig neu und schön bleibt, wer ist würdig dort anzubeten? — Antwort: Derselbe, der Werth ist, hier im Heiligthum anzubeten; 'p) „Wer rein an Händen, lautern Herzens ist! littO 5555" Der allein empfängt Segen, wahren Segen vom Ewigen!" (Ps. 24, 1 ff.) Können wir unsern Kindern auch Dasjenige, was man gewöhnlich Segen nennet, können wir ihnen den Reichthum auf Zeitlebens versichern? können wir ihnen Wohlstand und Lebensgenuß vergewissern? können wir unsern Knaben und Mädchen am Consirmationstage, können wir unsern Söhnen und Töchtern am Hochzeittage zurufen: euch wird's nie fehlen? — Ja, und wenn wir selbst ihren Geist bereichern, ihren Verstand schärfen, sie zu allen weltlichen Geschäften tüchtig wachen durch den Geist, Wer bürgt uns, daß dieses zum Ziele führt? daß nicht auch den reichausgestatteten Geist, zuweilen den am meisten, Ueberdruß oder Mißmuth ergreife? Und Wer weiß es nicht, wie gerade der Reichthum oft den

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