Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 3 (März 1853)
- Date
- 1853-03-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3129675-3129704-3129708--0709-3132084- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
76 Bücherschan. Juden gibt'S brave Leute": so lange, behaupten wir, muß das Judenthum in seinen Schulen sich selbst in Schutz nehmen; so lange muß auch in unseren confessionellen Schulen für Kräftigung des eigenen confessionellen Lebens, jedenfalls für die Abwehr der nicht nur dieses specielle, sondern noch mehr das allgemeine religiöse Leben störenden Elemente eines fremden confessionelt religiösen Elementes gewissenhafte Sorge getragen werden. Jede Arbeit auf diesem Gebiete in d i e se r Richtung wird daher von uns freudig begrüßt werden; so auch die vorliegende. Der Bearbeiter ist, wie uns bekannt geworden, der im Neligionsschulfache schon 45 Jahre thätige und erfahrene Herr Rabbiner Wagner zu Mannheim; die Geschichte der Israeliten (S. 56—59), von demselben verfaßt, ist ein sehr guter Aufsatz, der nur am Ende die Geschichte der Juden im Mittelalter und in der Neuzeit zu kurz abhandelt. Im Uebrigen ist das Buch mehr negativ als positiv /,für israelit. Schulen bearbeitet", und würde dasselbe, in seiner vorliegenden Form, eher die Aufschrift „für israelit. Schulen eingerichtet" rechtfertigen. Denn es sind nur die specifisch christlichen Stellen weggeblieben, ohne dafür das specifisch jüdische Element geltend zu machen. Allein schon Ersteres ist bei einem so trefflichen, reichlich belehrenden und gut geschriebenen Lesebuche, wie das rühmlich bekannte und verbreitete vonDesaga ist, ein Verdienst. Bei einer neuen Auflage wird gewiß eine durchgreifende Bearbeitung und Bereicherung mit Lesestücken aus dem Gebiete des jüdisch-religiösen Lebens stattfinden, wozu es dem in unserem Schriftthum heimischen Bearbeiter an Stoff aus alter und neuer Zeit nicht fehlen wird. V. Handbüchlein für hebe. Leseschüler :c. von Emanuel H e ch t. — Kreuznach, bei Voigtländer. 1853. Diese Lesefibel zeichnet sich durch zweckmäßige Anlage, durch Anschaulichkeit und klares Hervortreten des Lesestoffes, schönen Druck, Weißes Papier und billigen Preis Vortheilhaft aus. —Von zu verbessernden Fehlern heben wir hervor: S. 31: mit klakkexk; Seite 32: ,N2^<^A statt ^2)N^N'; S. 40: s-^i statt NM^- Das widerwärtige „ou" (S. 1) aus dem jüdischen Jargon wünschen wir überall durch „o" ersetzt. Es gibt zwei „u", zwei „e", was hindert, daß man auch zwei reine „«"-Laute aufstelle? —In der Hauptsache aber, als Leitfaden zum hebräischen Lesenlernen, können wir dies Büchlein, von einem als tüchtig und strebsam bewährten Lehrer verfaßt, dessen Coltegen bestens empfehlen. —-»KZ>^(Z>HMHzO-^