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Der israelitische Volkslehrer · 1853-02-01 · Heft 2 (Februar 1853) · page 11

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 2 (Februar 1853)
Date
1853-02-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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der Thora - Vorlesungen. 37 Auf die in der gelehrten Welt unentschiedene Frage des höheren oder jüngeren Alters dieser oder jener Cyclusweise kömmt es Meines Erachtens gar nicht an; so viel steht fest: der dreijährige Cyclus hat, weil es ihm an innerer Lebensfähigkeit, d. h. an innerer Begründung fehlte, überhaupt nur kurze Zeit eristirt, und in dieser kurzen Zeit seiner Eristenz niemals allgemeine Anerkennung und Aufnahme in Israel gefunden; wohingegen der einjährige bereits 2VVV Jahre überdauert und seitdem, mit Ausschluß aller anderen, zur Alleinherrfchaft gelangt ist. Diese 2v00jährige, ohne Ausnahme und Widerspruch in der ganzen Judenheit, der palästinischen wie der babylonischen, der spanischen wie der französischen , der portugiesischen wie der deutschen oder polnischen, zur Geltung gekommene Institution, mit jener anderen längst verschollenen und niemals allgemein verbreitet gewesenen des dreijährigen Cyclus zu vertauschen, sollte man um so größeres Bedenken tragen , als keine überwiegende Beweggründe dazu vorhanden sind, im Gegentheile der Schaden größer als der Nutzen davon ist. Wenn von einer gottesdienstlichen Einrichtung möchte von „d i eser u n st r e i t i g w ichtigsten und ältesten unter allen", wie mein geehrter Herr College, der Herausgeber dieser Blätter, selbst sie nennt, das noli me tanAere oder Nl)^ (man darfs nicht ändern) und ZWÄ seine Geltung haben. Als Vorzüge des dreijährigen Cyclus hebt man hauptsächlich hervor: k ü r z e r e D a u e r d e s G o t t e s d i e n st e s, angemessenere, würdigere Vortragsweise und größere Aufmerksamkeit der Zuhörer, die dadurch bewirkt würden. Es scheint mir aber eine bloße Zeitersparniß von 50 — 15 Minuten, die überdies von der großen Mehrzahl Synagogenbefucher, weil sie am Sabbath nichts Besseres zu thun hat, als ,>in die Schule zu gehen" nicht einmal gewünscht wird, keinen hinreichenden Grund abzugeben zu einer so tief in Fleisch und Blut des Cultus einschneidenden Aenderung, wie die in Rede stehende Und was die angemessenere, würdiger^ Vortragsweise betrifft,

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