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Der israelitische Volkslehrer · 1853-02-01 · Heft 2 (Februar 1853) · page 5

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 2 (Februar 1853)
Date
1853-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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i,n Großherzogthum Hessen. 3t stW mit dÄ Worten empfangen: ,>also, Sie wollen fich bei ÜW Serbin gen ^? — Der junge Mann, der unglückliche, so tief auch eine solche Sprache das Gefühl seiner Würde verletzt und ihn gleich beim Eintritte belehrt, daß sein Ver- HMttiß zu seiner Gemeinde noch trauriger und entwürdigender ftitt Werves zu seinem rohen Herrn, muß dennoch schweigen, wenn er sich im Boraus nicht alle Aussicht auf eine Übereinkunft mit der Gemeinde rauben will. Wehe ihm, wenn sein Aettßeres in den Augen des Vorstandes zu fein, seine Sprache in dessen Ohren zu gebildet erscheint.^) Man wird ihn dann einen „Neumodischen " schelten, und er ist für immer gerichtet. Entspricht jedoch sein Aeußeres, seine Sprache den Wünschen des Vorstehers, so werden sämmtliche Gemeindeglieder Versammelt und von ihnen das Schicksal des angehenden Lehrers entschieden. Selten jedoch begnügt man sich mit den Vorgelegen Zeugnissen und wären sie die besten und von der höchsten Schulbehörde ausgestellt: man will sich selbst üMzeugen, >,ob der Lehrer auch Was kann!" VöL Allem, denn das ist ja die Hauptsache, wird untersucht, ob et auch ein guter Borsanger ist. Der nächste Sabbath entscheidet über sein künftiges Geschick. Heil ihm, hat ihn GM mit einw guten Stimme und einiger Dreistigkeit begabt. Wie Mancher junge Mann aber, der noch nie das Vorsängeramk bekleidete und verzagt war, stockte und wurde dadurch dem röhen Haufen zum Gespötte, der ihn ohne Weiteres der Unwissenheit beschuldigte und ihn oft schimpflich genug entließ. Hät jedoch der Kandidat das Glück, der Gemeinde als Vorsänger zu gefallen, so ist damit das größte Hinderniß überwunden, und man contrcthirt mit ihm. Ich übergehe die Aeußerüngett des anmaßenden Stolzes, welche dabei der Lehret zu vernehmen hat, und die nur zu deutlich beweisen, daß *) Einer meiner Coltegen wurde in der That nur deshalb von einem ländlichen Gemeindevorstande als untüchtig zurückgewiesen, weil er ein richtiges/ gebildetes Deutsch spracht — Man witterte dahinter Selbstdenken M K^lVstgefühl! l -^ '^

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