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Der israelitische Volkslehrer · 1853-02-01 · Heft 2 (Februar 1853) · page 2

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 2 (Februar 1853)
Date
1853-02-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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28 Der israelitische Religionslehrer Großherzogthume etwa auf 42 bis 15 sich belaufen mag und deren Verhältnisse denen der christlichen völlig analog sind, reden wir hier nicht — datirt noch aus einer trüben Vergangenheit und kann in seiner jetzigen Gestalt seinen Ursprung leider nicht verleugnen. Es erinnert noch zu sehr an die schmähliche Zeit jenes „L3ekurim<^ da man von einem jüdischen Jugendbildnex ^?!) M forderte, als eine dürstige, oberflächliche Kenntniß des Hebräischen, und daneben die Fertigkeit, diese mit Hülfe des Stockes den Köpfen der jugendlichen Schaar einzubläuen. Jene Abrichter — sie Lehrer zu nennen, wäre eine Entweihung dieses heiligen Namens — Leute, die meist aus Noth und im Bewußtsein ihrer Unzulänglichkeit in die finstere Schulstube einer entlegenen Landgemeinde flohen, sie mochten sich in ihrem Verhältnisse (man nannte es bezeichnend und verächtlich genug: das eines Beknech t e t en, „ Nesekudsä leidlich wohl fühlen; hatten sie ja Obdach und Brod. Die Lehrer der Jetztzeit aber, welche trotz ihrer drückenden äußeren Verhältnisse den alten Schulstaub von ihren Füßeü geschüttelt häben, und gewiß in großer Anzahl von der Erhabenheit ihres Berufes durchdrungen sind, für diese können jene Einrichtungen vom alten Datum nicht mehr befriedigend sein. Es herrscht darum auch unter den gebildeten Israeliten, welche diese Zustände kennen, nur Ein e Stimme: die Stellung der israelit. Religionslehrer, namentlich auf dem Lande, ist eine beklagenstperthe, heMwürdigende! Wir rufen deshalb mit lautem Ton- und lassen nicht ab; wir werden immer und immer wieder von Neuem behaupten: Das kann, das darf nicht so bleiben! — Um jedoch diesen Weheruf über eine verrottete Einrichtung zu rechtfertigen, schreiten wir nun zur Schilderung der traurigen Verhältnisse, in welchen die Religionslehrer, namentlich unsres Landes, sich immer noch befinden. Großherzogthume, in welchem die Anzahl der Juden diejenige, in Nassau säst um das Vierfache übersteigt, bald Nachahmung, finden für so viele arme Lehrer, zum Heile des heranwachsenden. Geschlechtes! Dje Red. .

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