Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1855)
- Date
- 1855-12-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Festpredigten v. vr. Salomon. 433 dem Greisenalter zuruft: daS Herz, in welchem wahre und achte Frömmigkeit aufbewahrt ist; das Herz, das mit allen seinen Pulsen dem ewiglebenden Gott, dem V'N^ttN liebend entgegen schlagt; das Herz hat nie gealtert; das fromme Herz ist der Altar geblieben, auf welchem das Feuer nie erlischt; das Her; ist jung geblieben, ganz wie der heilige Sänger von dem ächten Gottverehrer rühmt: „Der Fromme blüht, wie die Palme, gleich der Ccder Libanons; eingepflanzt im Hause Gottes, aufgeblüht in den Vorhöfen unseres Herrn — blühend frisch noch im hohen Alter!" — L. S. Antrittspredigt, gehalten im Tempel des Har-Sinai-Vereins, von Vr/DavidEinhorn/am 27. Sept. 1855, zu Baltimore. (Verlag d. Har-Sinai-Dereins.) Nach einem kräftigen, tiefinnigen Gebete, worin der Red ner für seine Führung dankt dem Herrn, dessen Wellen er rauschen und dessen Wogen er brüllen hörte in furchtbarer Majestät, aber NN N1I2^ l^l' ll'Q die mächtigen Gewässer konnten nicht auclöschen die Liebe zu seinem Berufe — und nach einer ebenso eindringlichen Einleitung, worin er, anreihend ar die Worte des Tertes (2. B. M. 5, 11—14), die gegenwärtigen Zustände Israels und seiner, der Erlösung des Gotteswortes aus den bannenden Banden eines erdrückenden FormenwesenS sich widmenden Lehrer, mit denen Israels und Moses beim Auszuge aus dem Sclavenhause vergleicht, — spricht er sich, in Beziehung zu dem Namen der Gemeinde: „Har-Sinai," über die Aufgabe derselben dahin aus, daß dieselbe eine dreifache sei, nämlich: 1. Die israelitischen Religionsformen nach den dringenden Bedürfnissen der Gsgenwart umzugestalten; 2. dabei vom festen Grunde deS göttlich geoffenbarten Wortes nimmer zu weichen, und 3. den Eifer für unsere, allerdings noch vereinzelten Bestrebungen stets durch den Gedanken an die Gewißheit ihres zukünftigen Sieges wach zu erhalten.— Diese drei Theile geben dem, an Geist und Gemüch so reich begabten Redner Gelegenheit, seinen entschieden reformatorifchen Sinn, feine tief und innig gläubige Seele und seinen unerschütterlichen, durch so viele Versuchungen bereits erprobten Muth in