Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 11 (November 1855)
- Date
- 1855-11-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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bei Skabbmenvahteu. aen so wichtigen Akt, Wie die Srwählung eines Rabbiner» in und für eine bedeutende Gemeinde erscheint, nicht auf eine andere Weise verfahren werden können, als nach dem bezeichneten Modus, welcher nothwendig mehrere, durchgehendS tüchtige Männer — sonst würden sie ja nicht in die „engere Wahl" aufgenommen werden! — ihren Gemeinden und dem größeren Publikum gegenüber blosstellt, und dadurch unzweifelhaft daS Ansehen der Rabbiner überhaupt ebenso beeinträchtigt, als insbesondere die betreffende Gemeinde mit der naheliegenden Möglichkeit bedroht, bei aller Vorsicht, dennoch eine mangelhafte Wahl zu treffen? — Gewiß! — Es gibt einen andern Modus, der, wenn er auch, — der Predigt Halter, die allerdings ein neues, der Berücksichtigung im vorzüglichsten Maße würdiges Element ist—- nicht als derselbe erscheinet, wie bei unsern Vorfahren, doch der Art und Weise früherer Rabbinenvahlen möglichst nahe kommt. Zieht eS nämlich eine größere Gemeinde nicht vor — wie solches immer daS Würdigste ist und bleibt, und an mehreren Orten wie z. B. zu Main; auch in der neuern Zeit der Fall war — mit Unterlassung des Ausschreibens den Mann ihrer Wahl, nach eingezogener möglichst genauer Erkundigung, unmittelbar zu berufen, so scheint uns folgender Modus der einzig richtige zu sein. Das Wahlcomit6 prüft die eingegangenen Meldungen und Zeugnisse und constatin als deren Erzebniß die engere Wahl. Zn's größere Publikum dürfen die Namen der in die engere Wahl aufgenommenen Candidaten nicht gebracht werden. Ueber die Rabbiner der engeren Wahl werden sodann möglichst genaue Recherchen angestellt und hierauf der unter ihnen am Würdigsten erscheinende in der Welse berufen, daß, insofern seine Predigt gefiele, er der Erwählte der Gemeinde sei, und in diesem Falle eine weitere Einladung zu Probepredigten Anderer nicht ergehen solle. — Dieses Verfahren scheint uns allen Wünschen und Verhält* nissen Rechnung zu tragen. Empfängt ein Rabbiner eine solche ehrenvolle Einladung, so steht er, selbst im Falle deS^ Nichterwahltwerdens, doch seiner Gemeinde gegenüber ganz anders da, als wenn er von vornherein mit mehreren Andern in Eine Ea- V. 29