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Der israelitische Volkslehrer · 1855-09-01 · Heft 9 (September 1855) · page 23

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 9 (September 1855)
Date
1855-09-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Rvndschau. 535 wo ibm Gelegenheit geboten wurde, zum Wohle seiner leidevben Mitmenschen gerne und reichlich zu steuern gewohnt war. nicht schöner feiern, als indem sie. im Geiste und der <vlen Gesinnung, welche sich von dem unvergeßliche» Vater auf sie vererbte, diese Zeit schmerzlicher Erinnerung durch reichliche» SegeuSerguß aus den Schätzen, die ihnen Hott verliehen, zu einer Zeit der SchmerzenSlinderung für viele ihrer Mitmenschen zu machen destrebt waren. So wurden allen hiesigen WohlthätigkeitSanstalten Summen, von je 2<XX) und SsOY Gulden, übersendet, dessen sich die Armen, die Kranken, die Jünglinge, welche sich ehrbaren Gewerben widmen, die Greise, denen im Alter ein Asyl geboten ist u. s. w., erfreuen werde». Auch die jüngste unserer, zum Wohle der Mitmenschen gewidmeten Anstalten, unser aufstrebender Kra uenv ere i n, ist dabei mit ,iner startenden und ermutbigenden UmerstutzungSsumme von st 20t)0 bedacht worden. — Dem Herausgeber d. Vl. ist außerdem auf jenen ErlnnerungStag eine bedeutende Summe, zur Unterstützung für besonders würdige, verschämte Arme aus der israelitischen Gemeinde, von den verehrlicheu Gebern zugestellt worden. So bewirkt das Andenken jenes wohlthätig wirkenden Mannes im Tode noch delebende Wohlthat. Aus Mannheim wird uns soeben das dortige neue Gebetbuch. I. B.. für Serk-, Sabbath- und Festtage (außer 7"t"1' wofür ein II. B. nachfolgen soll), mitgetheilt. Wir weiden auf di.se interessante Erscheinung in einer besonderen Besprechung zurückkommen. Heute wollen wir nur, der literarischen Welt gegenüber, da die Vorrede bemeikt, daß die Uebcrsetzung vorzüglich nach Wessely gegeben sei. unser geistiges Higenlhnm, iu der metrischen Nebersetzung der „gnsckanotd^, S. 3l7 347, oindicireu, welche, mit sehr großen Schwierigkeiten verbundene Arbeit, die sich, mit beigegebenen Erläuterungen, auch auf die poetischeren Stücke von „Noscdan» rsdb^ erstreckt, bis jetzt noch nicht veröffentlicht worden war. — Dies;u bemerken, wurde von dem verehrlichen Herausgeber sicherlich nur aus Versebeu unterlassen, und dankt es uns derselbe gewiß, daß wir dieses nachträglich gethan habe». — Bei dieser Gelegenheit müssen wir auch auf daö Breslauer Gebetbuch zurückkommen, wo eS. Vorrede S. VIII heißt: „Die wenige« deutschen besänge (L. 25l, muß heißen: Wl. 322 u. 358). die iu unserer Synagoge schon längst heimisch geworden, gehören dem Gesangbuche »ür den Hamburger Tempel an", während diese sämmllichen Piecen aus unserem ^dissuk lladdsMu" S. l und S. 3! entnommen sind. —Das .suvrQ cm^ll«?* sollte auf geistigem Gebiete besonders heilig gehalten werden. — Pyrmont. — In der hiesigen Synagoge, welche im Sommer von vielen Cremten besucht uurd, so daß ein Saalkorn?eS Guten von hier in weitere Ge.enden getragen werden kann, ist seit Austeilung des strebsamen LebrerS. Herru M. S Waren heim, über dessen heilsame anderweitige Wirksamkeit iie bereits früher (s. VolkSl. Jahrg II, S. 46) berichtet haben, gar Manches zur Veredlung des Gottesdienstes geschehen. Derselbe hält während res ganzen Somm. rS alle l4 Tage einen deutschen Vortrag, und lieSl allsabbathlich aus ..Prägers Erbauungsbuch» die betreffenden Stellen iu anregender Weise vor. — Außerdem desteht hier ein Sängerchor von jssge» Leuten, zur Hälfte aus Damen, der, sowohl was Stimmmittel als G?üdth?LL betriff?, Vortreffliches bietet und leistet; die hebräischen Gesänge werden nach dem Münchner, die deutschen nach dem Wü»ttemberger Gesaogbuche ausgeführt. An dem Sabbathe. wann Herr Warenheim predigt, wird derselbe vou zwei jungen Männern im Vorbeten abgelöst, sowie überhaupt in der hiesigen Gemeinde ein, für das Gute empfänglicher Sinn vorherrscht, der sich in der trefflichen Ordnung und Haltung beim öffentliche» Gottesdienste kund gibt, und die schönste» Früchte für die Zukunft in Auosichl stellt. — Aus der Rheinpfalj. Wenn schon auch in dem diesse'ttgen Krelse Bsyerus iu Betreu der Synagogen- und Schulverhältnisse sich noch viele

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