Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 8 (August 1855)
- Date
- 1855-08-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3129675-3129718-3129726--1257-3131871- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
HM —-——— Ssra-Verei». fiy«, welche derselbe stch gestellt, auf jenem Boden, von welchem s daS Heil der Welt ausgegangen, möglichst dem Unheile zu steuern, l welches Armuth und Verkümmerung aller höheren und niederen Lebeuszustände über die dortigen Stammesgenossen gebracht Haien. Allein diese Uebel werden bei dem besten Willen sehr schwer zu heilen sein, indem die gesunkenen Gesammtzustände des Orients auch auf die, durch europäische Hebel zu bebenden Glaubensbrüder immer wieder niederziehend wirken werden. Der Herr aber spricht: 5^255 'OL? ILM LHNj?v7! *?22 „überall, wo ich meines Namens Gedächtniß stiften werde, da will ich zu Dir kommen und Dich segnen;" jede Synagoge ist der Tempel im Kleinen, wovon fort und fort das Heil Israels und der Welt ausgebt- Ohne daher das hohe Verdienst, jenen Leidenden im Morgenlande das Licht hilfreichen Trostes zu bringen, im Geringsten schmälern zu wollen, dürfen wir dennoch in Beziehung auf unfern Gegenstand die Hoffnung aussprechen, daß die bedrängte Lage kleiner Gemeinden — und sie ist oft eine sehr bedrängte — im Abendlande wenigstens in demselben Grade der Theilnahme und Opferwilligkeit hochherziger Israeliten und Menschenfreunde würdig sei. — Der in Rede steheude Berein kann und soll serner, indem er von aller Paneirichtung absähe, nur den Namen Israel im Auge behalte, ein neues, inniges Band um die weithin zerstreueten GkübenSverwandten schlingen; und dieses in der That wäre nicht sein geringstes Verdienst. Wir sind auf religiösem Boden, in den Gemeinden, in den Familien, in den Ansichten, in den Wünschen, Hoffnungen und Bestrebungen so zerrissen, zerrüttet und auseinandergefallen, daß eS Roth thut und hohe Zeit ist. auf Mittel und Bande zu sinnen, welche auch durch äußere Merkmale daS Gefühl unserer Einheit und Zusammengehörigkeit in versöhnungsbedürstiger Weise erneuern. Der »Esra- Berein" würde ein solches Merkmal verbindender Brüderlichkeit fmr Israel werden. Wenn er nahe und fern Hunderttausende von Israeliten mit größeren oder kleineren Beiträgen zu einem und demselben, großartigen Bruverwerke vereinigte, so müßte dieses i» jedem Einzelnen das Selbstgefühl, welches die Gesammtheit