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Der israelitische Volkslehrer · 1855-07-01 · Heft 7 (Juli 1855) · page 9

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 7 (Juli 1855)
Date
1855-07-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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/ ' ' »oa d«» Hmmsgeber. IHK Und nachdem unsere Regierung, die Nettesten dieser Stadt, welche der Schmuck unseres Hauptes ist, die Erlaubniß gegeben, niederzureißen und aufzubauen, wurde dieser Tag festgesetzt, zm festlichen Versammlung, zum freudenvollen Tage, daß der Zeitpunkt gekommen sei, wo wir die Gotteswohnung freundlich erneuern. — Heute nun, am fünften Tage der Woche, am zwölften Tage des vierten Monats, das ist der Monat Tanms, im Jahre Fünf tausend sechs hundert und fünfzehn, nach Erschaffung der Welt, versammelten sich dahier, in der Stadt Frankfurt am Main, dereu Glanz Gott erhöhe, die Obrigkeiten der Stadt, die Häupter der Gemeinde, die geladenen Glaubensbrüder, am Ende der Judengasse — die, ach, vordem für uns gewesen eine beengende Gaffe^ ein zweites Egypten — und sie fanden sich ein auf dieses Ortes heiligem Boden, wo ehedem die beiden Synagogen gestanden, welche jetzt zu eine? einzigen «nd einigenden verbunden Verden sollen in Frieden. Und es war allda ein leichtes erhöhetes Zelt gebaut worden, um die verehrlichen Herren aufzunehmen. Unter dem Orte aber, wo einst die heilige Lade ruhen wird, hatte man den Grundstein bereit gelegt, in würdiger Weise, indem unsere heilige Tora der Grundstein war und bleiben soll in Ewigkeit. Und eingelegt ward in den Grundstein — durch den Präses des Gemeinde-Vorstandes, ein Köcher, enthaltend zwet Denkschriften, die vorliegende, und eine zweite in deutscher Sprache, — dann durch den Präses des Gemeinde-Ausschuffes ein Gefäß mit den neuesten Münzen, zum AngÄenken, daß wir aus eigenen Mitteln dieses Haus gegründet haben; allein von dir, Herr Gott, kommt Alles, und auS deiner Hand geben wir Dir — und durch den Vorfitzenden des Almosenkastens eine Flasche voll des jüngsten Weines, nach der Mahnung der Schrift: „Gebt Wein den betrübten Hnzeu,« damit unsere Nachkommen erkennen, daß wir die Liebe deS Nächsten, als den Grund der Tora anerkannten — endlich durch den Vorsteher des Armen-Hospitals ein Gerithe mit einem Omer des vorjährigen Getreides, zur Verkündigung an unsere Nachkommen, daß der Ewige unsere ,

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