Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1855)
- Date
- 1855-07-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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244 Liturgisches Gott au« dem Sklavendienstel Hier schlössen sie sich fest zusammen, innig dem Gotte ihrer Väter an, und bestärkten sich in der Hingebung ihres Lebens zur Heiligung deines einzigen Ramens. Hier schmachtete die Gemeinde Israel nach ihrem Gotte; in diesen Mauern wohnte sie,-ein^ölkkein ^rm^ind gedrückt, aber den Faden der Hoffnung nie aus Händen lassend. Und Du, Allbarmherzizer, ließest sie an ihrer Hoffnung nicht zu Schanden werden, warst mit ihnen in der Zeit ihrer ' Roth, und hast sie nicht verachtet und nicht verworfen, deinen Bund mit ihnen zu brechen; denn Du bewährtest dich als der Ewige, ihr Gott.---- Und nachdem nun die Sturme vorübergezogen, und die Sonne der Liebe freundliche Strahlen blicken ließ am Himmel, und Sprößlinge des Friedens und der Treue sichtbar wurden auf Erden, und der allgütige Gott feinem Volke Israel einen sicheren Ort gewährte, und Druck und Sswaltthat es «nicht mehr heimsuchen, wie ehedem — erweckte der Allmächtige den Geist unserer Gemeindegenofsen, auf den Antrag eines von Gott gesegneten, edlen Mannes, ein neues Haus zu bauen der Verehrung des Herrn, des Gottes Israels; denn die Mauern des alten Hauses hatten sich in Düster gehüllt, und seine Risse führten Klage und sprachen: warum sitzet ihr in getäfelten Häusern, während das Haus Gottes eueren Wohnungen nachstehet? Denket doch darüber nach! — Und zahlreiche Frauen, einsichtsvoll, gottesfürchtig, Zeigten sich wacker, schaarten sich am Eingange des Stiftszeltes und sprachen: wir haben neue Sehnsucht gewonnen nach dem Haufe unseres Gottes; bauet es geräumig für uns und unsere Kinder! Da ließen die Häupter der Gemeinde einen Ruf durch's Lager ergehen: Männer und Frauen, wen sein Herz dazu antreibt, der steuere die Hebegabe des Herrn zum helligen Werke? Und es stifteten die Familienhäupter, die über Tausende oder Hunderte zu gebieten haben, ein Jeglicher mit freudigem Herzen, die Gabe ihrer Hand, ihrem Vermögen gemäß, nach dem Segen, welchen Gott ihnen bescheert. — Ahr edlen Stifter, o danket dem Herrn!