Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1855)
- Date
- 1855-05-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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5S8 Rsudfchau. . A«S Württemberg. Die k. israelitische Oberkirchenbehördehatdurch nachstehendes Decret von mehreren israelitischen SchuLehrers de« Landes, Bericht über ein einzuführendes Lesebuch abgefordert: -Die k. israelitische Oderkirchenbehörde an das Rabbinat N. DaS Bedürfnis eines zweckmäßigen Lesebuches für die israelitischen Schulen des Landes ist schon bei verschiedenen Gelegenheiten zur Sprache gekommen und von de? israelitischen Oöerkirchenbehörde längst erkannt worden. In neuester Zeit hat auch die evangelische Oberschulbehörde wiederholt den Wunsch ausgesprochen, es möchten ihr in dieser Beziehung geeignete Vorschläge gemacht werden. Behufs weiterer Einleiung in dieser Sache erhält das Rabbinat den Auftrag, den Lehrer R. in N. zu einer Keußerung^ darüber zu veranlassen.!. welches deutsche Lesebuch in seiner Schule eingeführt und von welchen andern ihm bekannt ist, daß sie in israelitischen Schulen gebraucht werden. 2. Welches von diesen Lesebüchern sich ihm etwa zur allgemeinen Einführung zu eignen scheine. Sollte dieser Lehrer oder seine Schule.im Besitz eines oder mehrerer solcherVücher sich befinden, so wolle einEremplar davon mit dem Berichte eingesendet werden. Nach gemachtem Gebrauche werden diese Schriften wieder zurückgegeben verde». Der Vorlage si?ht man binnen 4 Wochen entgegen. Stuttgart, den 7. Mai!8ö5. Schmidt. Jordan." Wir hoffen über diesen auch in diesen Blättern schon oft angeregten, wichtigen Gegenstand Näheres bald berichten zu röuneu. AttS Bayern. Soeben trifft die hüchsterfrculiche Nachricht ein. daß vr. Arnheim im Wahlbezirke Hof zum LandtagsaSgesrdseten wieder gewählt worden ist. Es ist dieß im Zahre 13ä5. nnd nach den in der Kammer stattgehabten Debatten, ein besonders froh zu begrüßender Sieg, zunächst für das Princip, dann aber noch weit mehr für die treugebliebeoe Gesinnung des bayerischen Volks. — Einzelne Juden wurden hier und da zu Wahlmännern, vr. Morgenstern im Wahlbezirke Erlangen als Ersatzmann gewählt. Wir dürfen auch dieses, bei Morgensterns entschieden demokratischer Gesinnung, als einen Sieg bezeichnen. — Unsere schlimmsten Gegner, wie Sepp, AUioli u. A. find in der Wahl durchgefallen; die wärmsteu Vertreter unserer Rechte wie v. Lerchenfeld. Krämer. Fürst Wallerfteia u. A. fiheu auch La der neuen Kammer. (Zu» nächsten Hefte Näheres. — Red.) AttS der Schweiz. — Herr Rabbiner Vr. Fürst hält am Tage deS »>!sttvN2tn ^aäein deutsches Gebet, nebst Segen für Vorsteher, Lehrer, WohtthätigkeitSvereine etc. ab, und finden diese Gebete auch bei der onho» doren Partei, die aus redlichen, verständigen Männern besteht, keinerlei Anstoß; im Gegentheile fühlen sich viele von ihnen dadurch gehoben und ertaut. Um eine gründlich religlöse Bitdung zu erzielen, die Geiüer zu erleuchten und die Gemüther heranzubilden und zu belehren, har derselbe begonnen, erklärende und homiletische Vorträge über den Propbeleu Iesaia zu halten. Soviel sich von Anfang Unheiles läßt, finden solche, namentlich beiden jüngere» Leuten, rege Theilnahme. —