Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1855)
- Date
- 1855-05-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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fir die neue Hauvtsvnagoge zu Frankfurt a. M. j?K fahren, welches wir in der vorigen Nummer von demjenigen zu Mainz erörtert, eingehalten, aber in vollendeter Weise durchgeführt. Es sind nämlich in demselben die hebräischen Gebete, mit Ausnahme oerxr, die sich auf die Opfer und die jüdische Nationalität beziehen, welche eine durchgängige Reform erfahren haben, fast gänzlich unverändert geblieben, um dadurch so Vielen, denen der geheiligte Laut als ein unveräußerliches Erbe erscheint, den ferneren Synagogcnbesuch zu ermöglichen. Da aber die hebräischen Gebete bei der Uebersetzung fast ihren ganzen Duft und Glan; verlieren, dieselben auch vielfältig in Betreff der fortentwickelten religiösen Ideen dem Betenden der Jetztzeit manche fühlbare Lücke belassen, so sind dieselben nahezu durchgehend in freier Umschreibung, unter mancherlei Zusätzen, welche vom Standpunkte unserer Zeit Verbesserungen zu nennen sind, wiedergegeben, so daß die unter dem Hebräischen fortlaufende deutsche AStheilung als ein völlig neues deutsches Gebetbuch zu bezeichnen ist. Dagegen sind selbstständige deutsche Gebete und Gesänge nur in sehr kleiner Anzahl aufgenommen. Da nun der des Hebräischen Unkundige gezwungen ist, fast während des ganzen Gottesdienstes nur das ihm entfremdete Idiom zu vernehmen, so kann das Breslauer Gebetbuch wohl als ein großer Fortschritt zum Besseren betrachtet werden, doch noch nicht als das anzustrebende Bessere selbst. Orgelbegleitung fehlt beim Breslauer Gottesdienste, doch ist der Synagozengesang, in rühmlicher Nachahmung desjenigen zu Wien, als trefflich und sehr erbauend zu bezeichnen*). *) Wir werden in einer eingänglicheren Besprechung auf das neue Breslau,? Gebetbuch zurückkommen. Einstweilen erwähnen wir folgende drei Punkte, denen wir unseren Beifall nicht geben kennen, l. Die Opferbibt!ste!!en fehlen im Mujafaebete. Da nun aber das ZugabSgebet auf dem Zugabsopfer beruhet, auch die Symbolik der Opfer in den deutschen Gebeten zu geistiger Bedeutung und Anregung dienen kann und soll, so erscheint unS die Hinwealassung jener Stellen, nachdem auch die Rabbinerversammlung für deren Beibehaltung sich erklärt, als nicht;u rechtfertigen. — 2. Wird der zweite Festtag mit der Bezeichnung: 7577, „dieser Festtag." ohne Hinzufüaung deS bezüglichen ZestcharacterS, aufgeführt — eine Neuerung, welche "wir nicht nur als eigenmächtig und inconsequ?«t, sondern geradezu als schädlich bezeichnen müssen. Wir dürfen dem zweiten Feiertage keine neue, vielwemger göttliche Weihe l7?I7l M' NN " 1)*?