Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1855)
- Date
- 1855-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Hisb» 21. Erhob ich wider Waisen meine Hand, Ob man im Rath auch mir zur Seite stand — 22. Dann fall' auS dem Gelenk' mein Schulterktwchen, Und werde aus der Röhr' mein Arm gebrochen? 23. Denn schauervoll ist mir des Herrn Gericht, Vor seiner Hoheit könnt' ich Solches nicht. 24. Hab' ich das Gold gemacht zu meinem Hort, Sprach ich: Metall, du bist mein Zufluchtsort; 25. Hat mich mein großer Reichthum je entzückt, Daß es so herrlich meiner Hand geglückt; 26. Sah ich die Sonn' in strahlender Gestalt, Däs Mondenlicht, wie es so köstlich wallt, 27. Daß eS im Stillen mir das Herz gewendet, Und ich ihm eine Kußhand zugesendet, — 28. So war' schon Dies strafwürdiges Vergehn, Denn Gott hat? ich geleugnet in den Höh'n! 29. Hat mich gefteuet meines Feindes Straf, Mich's froh erregt, wann ihn ein Unglück traf? 30. Nicht Hab' dem Mund die Sünd' ich nachgegeben. Daß nur verwünschend er begehr' sein Leben.— 31. Sprach nicht in meinem Zelt der Leute Zahl: Wer kam', der satt nicht wird von seinem Mahl? 32. Kein Fremdling blieb ja draußen über Nacht, Dem Wandrer Hab' die Thür' ich aufgemacht. — 33. Hab' ich, wie Menschen pflegen, schuldbewußt, Versteckt den Fehler, heimlich in der Brust? 34. Daß vor dem großen Hausen ich verzagte, Der Sippschaft Schmähung mich in Schrecken jagte. Ich schwieg, und mich hinaus nicht wagte? — — 35. Kam' nur der Mann, das Ohr geneigt zu mir!— Hier meine Schrift, der Herr geb' Zeuguiß ihr — Das Buch, verfaßt von meinem Gegner, hier! — 4*