Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1856)
- Date
- 1856-12-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Selbstanzeige, v. Holdheim. 229 lassen. Von allen anderen primären Quellen abgesehen leiten die Protokolle der 3. Rabbinerversammlung S. 208—24k ein äußerst reichhaltiges Material dar. Ich erlaube mir hierbei auf mein eigenes Votum das. S. 219 und S. 238 wie auch auf mein in der Aeitsch. die Reform des Judenthums 1846 No. 11. abgedrucktes, an den Vorstand der Lsrael. Gem. zu Teplitz über die Abschaffung deS 2. Feiertages abgegebenes Gutachten hinzuweisen. Außer diesem findet sich der Gedanke des §. 231. in der Anm. 136. Damit glaube ich gewissenhaft Alles angegeben zu haben, was mein Buch dem Tora umizwa verdankt. Aber damit ist noch keineswegeS all das Gute erschöpft, was mein Buch andern Religionsbüchern überhaupt und insbesondere dem geist- und gemüthreichcn des Dr. Kley zu verdanken hat. Es kam mir in sehr vielen Punkten bei vollkommener Kenntniß des Inhalts der vorhandenen Religionsbücher und ihrer Quellen auf einen glücklich präcisirten populären Ausdruck an, und habe ich zu diesem Zweck nicht nur Religionsbücher, sondern auch homiletische Schriften benutzt. Es galt ein populäres Religionsbuch auf dem reformatorischen Standpunkt meiner Gemeinde für deren Jugend zu entwerfen. Keines der Vorhandenen genügt für diesen Standpunkt. Den gemeinsamen positiven Inhalt betrachtete ich als Gemeingitt, und nur die Darstellung desselben im Lichte der Reform oder richtiger die Darstellung der Reform im Lichte der Religion, als specifisches Gut der Reformgemeinden. Deßhalb mußte ich in sehr vielen Fällen bei eigenem Reichthum auf denselben verzichten und von Andern entlehnen, was ich mit eigenem neuen Gute schon in diesem Buche wieder erstattet, in dem mit göttlicher Hülfe binnen nicht langer Zeit erscheinenden größern Lehrbuche, wo ich der Rücksichten auf Popularität entledigt sein werde, mit noch reichlicher» Zinsen wieder erstatten werde. Nach dieser offenes Darlegung habe ich nur noch den Lesern gegenüber gewissermaßen eine Pflicht der Selbsterhaltung zu üben, nämlich nach Abzug alles dessen, was aus andern Neligionsbüchern in das meinige übergegangen, nachzuweisen, was aus meinem als wirklich Neues in andere Bücher wird übergehen können. ES versteht sich aber von selbst, daß auf dem Gebiete geistigen Schaffens von Neuem nur in sehr relativem Sinne die Rede sein kann, nämlich in dem Sinne, daß es mir wenigstens nicht bekannt ist, darin Andern gefolgt zu sein. Es sind dies solche Punkte, die kurz formulirte Ausdrücke eines in einer Predigt ausführlich behandelten Gedankens sind. 2. Kapitel: Z. Z. 17. 18. 19. 20. Die Darstellung des Verhältnisses zwischen Gott und Menschen nach den 4 Beziehungen Later und Kinder, Herr und Diener,