Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1856)
- Date
- 1856-12-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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v. Schulmann. S21 Da wurden fie ausgetrieben, Sie wanderte» in Pein, In Jammer und in Elend Und Niemand ließ fie ein Die schuldlos Ausgestoß'nen, Die man „Vergiften nennt/ Und denen, selbst vergiftet, DaS Leben man nicht gönntl — Ich bin, Herr, dem Geschlechte Der Heimatlosen entstammt; Wa5 soll mi.r Gold und Silber Und hochgeehrtes Amt? — Die Mutter starb im Elend, Sie ruht' in fremder Erd'; Die Brüder und die Schwestern — DaS Elend hat ße verzehrt! Derweil ich für Euch auszog — 2m Elend starb der Greis, Mein Vater, und allein nun . Steh' ich, ein letztes Reis! —, Herr, 2hr habt nie empfunden Des Heimatlosen Weh, Dem Jeder entgegenrufet: -Du AuSgestoß'ner, geh! " — Und darf ich, Bischof, bitten. So hört die Bitte mein, Laßt meines Volkes Söhne In Eure Feste ein. Laßt wieder fie bewohnen Die Stätte, uns so lieb. Von der ein thöricht Wähnen Einst die Nerlassneu trieb. O laßt mich sein den Ersten, Der neue Heimat schuf Dem auSgestoßenen Volte! Welch himmlischer Beruf, Welch seliges Entzücken, Nicht heimatlos zu sein; Den armen Genossen zu künden: Nun stellt das Wandern ein! Nun solle ihr nicht mehr ziehen Elend von Land zu Land, Hier feß'le eure Kinder Sin treu beglückend Band!