Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1856)
- Date
- 1856-12-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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320 Michael, Balladeu Zu Hilde^heim im Schlosse Der Heldenbischof fitzt. Aus seinen milden Augen DeS Dankes Wonne blitzt. „Tritt her, Tu Lebensretter, Tritt näher, Siegesheld, Daß Du den Lohn empfahest! O wär' es eine Welt. Die ich Dir könnte bieten, Ich böte sie Dir gern; So nimm denn diese Truhe, Sie mache Dich zum Herrn; Sie ist gefüllt zum Rande Mit Silber und mit Gold; Bleib', Michael, als Häuptmann Bei mir in meinem Sold. Du rettetest mein Leben, Du schütztest mich vor Schmach; WaS ich Dir heute biete^ Ist nur eiu Zeichen, schwach. Von meines Herzens Danke;____ D'rum wähle selber Du ---Die Gnade, die ich ferner, Dir, Michael, noch thu''." Da neiget fich der Jüngling, Cr beugt in Dank sein Knie: „Herr Bischof, eure Gnade Verläugnet wohl fich nie! Doch bleib' das Gold mir ferne Und fern der hohe Stand; Will werden, was ich gewtstn. Mich nähren mit dieser Hand Doch wollt ihr mir in Gnaden Gewähren eine Vitt', Herr Bischof, so vernehmet, Um was ich kämpft' und stritt. Zu Olren guteu Zeiten Saß der Altvordern mein Gar blühendes Geschiechte Wohl in der Feste Dein.