Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 9 (September 1856)
- Date
- 1856-09-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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und die HaudelSschuke des Herrn Springer. 2S? rechtem Verhältniß und schöner Harmonie sich die Worte des Dichters anwenden lassen: »Denn wo das Strenge mit dem Zarten, »Wo Starkes sich und Mildes paarten, „Da gibt eS einen guten Klang." — Das Local ist eines der freundlichsten, die es in Paris gibt; groß, geräumig und in einem sehr gesunden Stadttheile gelegen. Die Klassen- und Schlafzimmer sind sehr schön; der Speisesaal hat Raum für 6tt bis 70 Couvert-5. Die scruputöseste Reinlichkeit waltet überall. Die Kost ist sehr gut und der Director mit seiner Familie nehmen Theil an allen.Mahlzeiten. Für Bäder wird genau gesorgt. Für körperliche Uebungen. als Turnen, Reiten, Tanzen u. dgl. sind eigene Lehrer angestellt. Kurz, es ist Allem vorgesehen, was die, die Billigreit nnd Möglichkeit nicht überschreitenden Forderungen nur erwarten können. Und so schließe ich denn diesen Bericht, dem ich eine mehr als gewöhnliche Ausdehnung gegeben, in der Hoffnung, Familien einen Dienst geleistet zu haben, welche über die jüngst in diesem Blatte angezeigte und empfohlene Anstalt des Hrn. Springer Ausschluß zu haben wünschten. Paris im August 1856. G. G. Diedersheim. -— - ss. Rundschau. »nnvptt 'N-IOV'V ^?z? Frankfurt a. M im Sept — Nnser Mitbürger. Herr Banquier B. H. Goldschmidt, hat eine Stiftung gegründet, bestehend in einem Stipeudienfond für Israelit. Studierente, und die namhafte Summe von fl. 60,000 in 3o/o Metall, betragend, also fl. l800 jährlich abwerfend. 3e mehr wir iu neuerer Zeit über den Mangel an Stifterffn» zu klagen baben, und je fühlbarer dieser Mangel gerade für begabte und unbemittelte studierende Züuglinge unseres Glaubens ist, desto erfreulicher ist obige hochherzige That. am so mehr, als sie von einem Vater zahlreicher Kinder ausgeht, der sich seiues edlen Werkes, als eines SprößlmgS seines aufopferuugSfihigen SiaueS, bei Lebzeiten erfreuen will. — Die Stiftung ist nicht, »ie die v. Rothschild'sche gleichen Betrages. bloS auf Kinder aus hiesiger Gemeinde beschrankt; wir werden, wegen der Bedeutung deS Gegenstandes, iu einem besonderen Artikel darauf zurückkommen. —