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Der israelitische Volkslehrer · 1856-09-01 · Heft 9 (September 1856) · page 10

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 9 (September 1856)
Date
1856-09-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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252 Daß Schulwesen in Frankreich Einem darf man dem klarcinsehendsten, dem nachsichtsvollsten Beobachter vorgreifen, in der Behauptung, daß für den höhern Elementarunterricht, waS man in Deutschland die Real- oder H auch polytechnischen Schulen nennt, auch nicht eine gute Schule in PaxiS, iäem est, in ganz Frankreich besteht; wenigstens ist unS^ trotz allem Nachfragen keine einzige genannt worden. Damit wollen wir aber keineswegs sagen, daß keine Versuche gemacht worden sind, um derartige Schulen zu gründen. Da gibt es keinen Stadttheil, worin man nicht mehre Schulen fände, die auf ihren äußern Mauern die Worte tragen: Keole pnmaire 8up6neure; Ltuäes eommereiales <ke.; aber alle, selbst jene Anstalten, die sich zur Aufgabe gemacht, speziell Realschulen zu sein, und worunter mehrere bekannte, große städtische Vollmes sind, haben auch nicht den geringsten Theil ihrer Aufgabe gelöst; und es ist nur eine einzige Ansicht unter allen Sachkundigen, daß Paris^ bis vor kurzer Zeit noch, auch nicht eine gute praktische Realschule besaß. Diese Vorlegung der Thatsache war nothwendig. um das Verdienst eines Mannes hervorzuheben, der, ein deutscher Landsmann^ sich vor zwei Jahren die sehr schwierige Aufgabe gesetzt, eint tüchtige Schule zu gründen, und sich von seinem Vorsatze, selbst durch den Zweifel erfahrener Schulmänner am Erfolge seine» Unternehmers, nicht abschrecken ließ. Unter der Benennung: 6eoIe speciale äe Commerce et Z S'InöuLtrie, hat Herr D. Springer, früher Professor der deutschen und englischen Sprache an der franz. Universität, ein geborener Bayer, seine Anstalt (Pensionat u. Erternat zugleich) mit!2 Knaben, die meist in Paris wohnenden deutschen Familien angehörten, eröffnet, und nach kaum 6 Monaten war die Schule bereits bei allen hiesigen Deutschen bestens bekannt. Man muß es unfern deutschen Landsleuten zum Lobe nachsagen, daß sie in fremden Ländern, mit der Annahme fremder Sitten, daS gewissenhaft Gründliche, das in unserer germanischen Natur liegt, nicht zu verdrängen suchen, und das Erste, was die zahlreichen in Paris sich niederlassenden Familien bei ihrer Ankunft thun. ist, nach einer guten Schule auf die Jagd zu gehen. Wir bleiben der Wahrheit strenge getreu, indem wir den Leser versichern, daß von den Hunderten von deutschen Familien, die wir kennen, keine einzige eine nur Halbweg befriedigende Schule seit Jahren gefunden hat; und eS mag dieß daS beste Zeugniß fm die hier besprochene Handels- und Industrieschule des Herrn Springer sein, daß sich die deutschen Familien dahin drängen, obgleich der Preis derselben um Vieles den der meisten hiesigen D Z s

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