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Der israelitische Volkslehrer · 1856-09-01 · Heft 9 (September 1856) · page 2

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 9 (September 1856)
Date
1856-09-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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244 Ein Wort über Conßrmation womit derselbe auch zum erstenmale an den Tisch des. Herrn lp^V) tritt und sich mit den Brüdern zur treuen Festhaltung an dem gemeinsamen Panier des Glaubens vereinigt*). Zndeß ist es nicht schwer, diese Sitte aus dem Judenthnnre selbst;u erklären— ohne Annahme einer Nachahmung des Fremde?; und Fremdartigen. — Die kathol. „Firmung" hat weder der Form noch dem Wesen nach etwas mit der Confirmation gemeü». Sie ist keine Bestätigung des früheren Taufaktes, sondern eine Kräftigung deS jungen Christen zur Ertragung aller Leiden für die duldende und streitende Kirche (eeelesia pressa et mil»uu»s). Daher auch das Ceremoniel dieses Aktes, insbesondere der Kackenstreich durch die Hand deS Bischofs, alS ein Sinubild der Duldungen und Verhöhnungen um deS Glaubens willen. — Die „Confirmation" ist ein Erzeugniß der reformatorischen Kämpfe und Bestrebungen, um der bewußtlos an dem Kinde vollzogenen Taufe eine Bestätigung zu geben; daher nicht geradehin christlich, sondern lutherisch, evangelisch, protestantisch zu nennen. Es erscheint demnach für uns sehr rathsam, den Namen Confirmation fallen zu lassen, weil uns der Begriff fremd ist und fern liegt, und zu unserem „Kar nnz^va" zurückzukehren. Da ha den wir doch jedenfalls jüdische Anklänge. Einer fremden Sprache ist auch der Name Confirmation entnommen und dem Volke jedenfalls unverständlicher als „var misvva.^ Freilich paßr der Name nicht genau für die Theilnahme der Mädchen an Diesem Akte, aber wir reden auch von Menschen- und Glaubensbrüdern. von Söhnen Israels und begreifen doch Schwestern und Töchter mit darunter. DieS über den Namen^). — Was die Vs wäre höchst auffallend, wenn gerade diese Sitte, die so sehr an das specifische Chnstenthum erinnert, von dem, in solchen T»»geu so ängstlichen Juden des Mittelalters sollte nachgeahmt worden sein! - Viel wahrscheinlicher ist und bleibt die Annahme, daß die christliche Ae^er, wie ü» vielen anderen Bingen, so auch hier elne Nachahmung der atr-jirischen Weise gewesen sei. Red. Wir tönneu hier unserem verehrten Collegen nicht beistimme,. Die Confirmation bedeutet auch uns Kräftig ung fürs Leben. Befestigung m den guten Grundsätzen. Die Kirche hat von uns die Idee ge^ramen; waru» solUen wir von ihr nicht die Form, reSp. den Namen, ev-iebnen? Ist « mit Predigt. Choral und Orgel nicht dasselbe? Und.wareu v!5t Be-

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