Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1856-07-01 · Heft 7 (Juli 1856) · page 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 7 (Juli 1856)
Date
1856-07-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3129675-3129764-3129772--1641-3131462
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Rundschau. ÄlS nicht mit Zufriedenheit, doch mit Befriedigung Hinblicken. SS ist eine kleine Abschlagszahlung; aber daS Geständniß, daß unser Religionswesen eine Schuld an die Zeit abzutragen habe, ist ausgesprochen; das Reform Princip ist anerkannt; das ist vordersamst genug; die Neu-Orthodorie schreit Zeter; ein Grund mehr, unS jener Resultate zu freuen. Aus Berlin haben wir mit großer Genugthuung von der durch Herrn vr. Sachs in der dortigen Synagoge an israelitischen Knaben und Mädchen vollzogenen Cönfirmation vernommen. Es hat di? Neu-Orthodorie, nachdem sie jüngst sich so gewaltig und höhnisch über diese Handlung moquirt hat, unmittelbar darauf eine schwere Niederlage erlitten, indem sie hier nicht nur von den Großrabbineu Frankreichs, sondern auch von den Geknnungsverwandten im deutschen Lager sich preisgegeben sieht. Ihre hoch« müthige Verdammungssucht hat dieses Dementi wohl verdient. Herr vr. Lilienthal aus Cincinnati hat in der «,Deborah" an den Herausgeber d. Bl. ein, durch mehrere Nuu:mern gehendes offenes Sendschreiben, in Betreff der Cleveland-Conferenz, ergehen lassen, und die Aufnahme desselben in den Volkslehrer gewünscht. Wir haben bereits eine Vertheioigung aus dem »Israelit«« aufgenommen und können eS^ hierbei umsomehr bewenden lassen, als daS genannte „Rundschreiben« nichts NeueS enthalt und die Verläugnung des PrincipS nur durch ZweckmäßigkeitS-Gründe rechtfertigen will. Herr vr. L. ist in seiner Erwiederung doch noch höflich; Herr vr. Wise aber — schimvft; wir können ihm nur zu Gemüthe führen: d52 Noch mehr: Opz ^2*? 82 -N^V 5520 7»^- Aus Preuße» wird die empörende Nachricht, daß man jüd. Studenten der Medizin, von der Preisbewerbung mit schnödem Hohne ausgeschlossen hat, die Leser d. Bl. gleich uns auf's Schneidendste berührt haben. Aecht pharaonisch! 171155?NON1?2 Vdt „'st es ein männliches Streben, daS in Israel zum Lichte dringt, haltet eS nieder! erstickt es in der Geburt> — Ihr Heuchler! Neid. Eifersucht und scheelsüchtige Mißgunst — daS nennt Ihr Religion? - Wartet nur! Wenn Gott uns den »heilenden» Retter senden will, so wird er trotz Euerer Pharaonischen Maßregeln den Fluchen der Zeit entsteigen! Wir wollen Euere Preise nicht; der Geist der Zeit, die humane Gesinnung aller Edeldenkenden wird ihn in Künsten und Wissenschaften unseren höheren Bestrebungen zuerkennen, trotzdem oder gerade weil Ihr ihn weigert! — Aus Württemberg (Stuttgart) ist uns eine eindringliche Zuschrift von Seiten deS Vorstandes der israelitischen Waisen-^ „Wilhelms- Pflege" zugegangen, worin für dieses treffliche Institut, welchem eS bis? her gelungen ist, mehr denn 120 solcher unglücklicher Wesen einen heilsamen Ersatz für das verlorene Elternhaus zu biete«. ur.d sie für das praktische Leben mit guten Grundsätzen und nützlichen Kenntnissen auSzurüsUn,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.