Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1856)
- Date
- 1856-07-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Talawdische Klänge v. L. Schulmann. 269 verletzend wird. G. 15 wird der Leser bei den Worten: „Sieht man Alexander gehen," kaum an einem Rabbi, sondern gewiß an den Maeedonier denken. Es sollte heißen: „Rabbi Alerander gehen „Sieht man ernst unv in Gedanken.« — S. 20, 40 ff. muß es st. Schmidt wohl „Schmied" heißen. — S. 22 ist das Versmaß (es ist dasselbe, wie von „xoä save tke kmA«) dem Tone der Sage nicht angemessen. S. 28 sind die Reime „irret" und „stieret" zu tadeln. In dem Gedichte S. 28—35 ist das jambische Metrum öfters wieder verlassen, was beim Lesen störend einwirkt. S. 38 ist der Vrrs: „Er fühlet eine Stimm' sich in ihm regen" hart; würde einfacher heißen: „Er fühlt im Herzen eine Stimm' sich regen." S. 43 finden wir auch in einem Scherzgedichte die Worte: «Gänserich" und „Steckelschimmel" nicht gut gewählt. Seite 53 sollte es st. „Weißeft du" heißen: Weißt du auch; S. 62 ist der Vers: „Daß eS ohn' Henkel auch kann geh'n" sehr hart; hieße besser: mAuch ohne Henkel kann es geh'n!" — S- 66 soll es st. „in der Stirne Schweiße" wohl heißen »mit,c." S. 76 enthält der Vers: „Schon füllt des RegeuS milder Dust Die Feuerglmh der^ schwülen Luft" -------------- ein ganz falsches Bild; sollte heißen:^ „Schon milvert Regens frischer Duft" ,c. Seite 84 ist der VerS: „O laß das dein Gebet du sein" gewiß sehr hart; hieße besser: „Dies lasse dein Gebet nun sein." Ebenso ist S. 86 der Ausdruck: „O Herr, so nimm den Fuß zurück" nicht edel gewählt. — Möge der Verfasser bei einer zweiten Auflage seines Werkchens, dte wohl dann eme vermehrte sein wird, diese Bemerkungen berücksichtigen. Möge aber besonders der geneigte Leserdurch diese Ausstellungen sich nicht von der Anschaffung dieses Büchleins abschrecken lassen; wir versprechen ihm und den ihm nahestehenden Kindern einen wahrhaft religiösen Genuß. Als Probe von der sonst schönen Diction des Verfassers und seiner Gesinnungsweise fügen wir von dem Mährlein der zwei Frauen, (von denen dte Junge dem Manne die weißen, die Alte aber die schwar* zen Haare ausraufte) die vortreMche Nutzanwendung auf unsere jetzigen religiösen Zustände bei: