Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1856)
- Date
- 1856-05-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3129675-3129764-3129770--1588-3131407- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rundschau. geschleudert wkrd. schon das religiös begeisterte Wort eines Kaufmanns etwas bedeuten will — sondern auM .^rch die That. durch die aufopferungsfähig« That. Nie war ihm ein Opfer zu groß, sei es an Zeit, an Ruhe oder an Geld, welches er nicht für die Hebung des Judenthums, für die l Unterstützung dessen, was er für wahr und gut hielt mit Freuden gebracht i hatte. Möge ihm dieses Bewußtsein ein recht angenehmes Alter bereiten, und der Himmel einem Manne seine Tage verlängern, welcher vom Leben H mld seinen Gütern stets einen guten Gebrauch zu machen ernstlich bestrebt war.— Der Herausg eber.) i V Gothenburg. (Von einem anderen Korrespondenten.) — Von hier; aus ist nur Gutes;u berichten; unser schönes Gotteshaus erfreuet Kchzahlreicher Besucher, die in Ven Wochentagen sich nach den Stunden der Ank dacht und Erbauung am Sabbath sehnen. Auch viele ChriiZen finden sich da j ei», und der oft wiederhotte Besuch mehrerer derselben beweist, wie sehr auch : diese hier Erbauung finden. Auch der Sabbath kommt, wenigstens im ' häuslichen Leben, immer mehr zu seinem Rechte. Wäre es nun zu vertheiidigen gewesen, alles dieses, wie I)r. Philippson es zu wollen scheint, aufzuopfern, um'vielleicht zum Schlüsse die Einheit eines völligen IndifferentismuS einerseits, einer Erstarrung in todten Formen anderseits zu gewinnen? Z Von einem gewiß ganz, seltenen Falle kann ich Ihnen erzählen. In eii «er kleineu Stadt, Boras unweit Gothenburg, wo noch vor zwei Jahre» z kein Jude ohne besondere königliche Erlaubniß wohnen durfte, ist in diesen j Tagen ein reicher Christ, Namens Nelson, gestorben. Dieser hat an einen j hiesigen Juden, Herrn Michael Warb urg 20,000 Rthlr. schwedisch vermacht, und ihn außerdem zum Lxecntor testamenri ernannt mit einer jährlichen Provision von 2000 Rthlr., welche letztere Summe ihm lebenslänglich zufallt, sowie Nelson in seinem Testamente erklärt, daß, wenn nach H Marburgs Tod einer dessen Söhne sich dazu eignet, dieser dann unter den- - selben Bedingungen Li. t.«5t. werden solle. Derselbe Herr Warburg, der eine Z allgemeine Ächtung genießt, ist köm'gl. dänischer Consul, Mitglied der^Dir rection der hiesigen Privatbank, hat bei vielen kommunalen Wahlen das; Vertrauen seiner Mitbürger erfahren, sowie er auch vor einigen Jahren von der Regierung zum Mitgliede eines Finanz-Comitvs ernannt wurde, das Vorschläge zur Regelung der Finanzen und des Bankwesens des Staates abgeben sollte. Obgleich er ein alt-frommes Leben süvrt. ist er ein l eifriger Beförderer der hiesigen Reform, und ein thätigeS Mitz glied des in dieser Angelegenheit von der Gemeinde gewählten Comics. Schweiz. Oberen dingen. — In Basel erscheint ein politisches; Blatt „die Zukunft des Volkes" das sich unter seinen Zwecken auch die Bekämpfung der Vorurtheile gegen die Juden gesetzt. Ter Redakteur teS Blar- , tes hat sich an den Herrn Rabbiner vr. Fürst gesendet und ihn um seine Mitwirkung gebeten. — Es hat sich unter den Israeliten vier eine Theaterz Gesellschaft von jungen Leuten gebildet, die verflossenen Purin» «'die Waise zu Lowood" aufgeführt bat. Kenner haben sich ausgedrückt, daß die Auffüh- 1 rung alle ihre Erwartungen übertroffen habe. Von nun an wird besonders; Bedacht genommen, Stücke aus der jüdischen Geschichte aufzuführen. — z Eorresvondenz 5 Herrn M. is S.! Um fernere Mittheilung wird gebet?»: schrei- ZÜ? ^^Ullfraneirt. — Der geehrte Abonnent auf den »Sinaizu 5>efty wird gebeten, Mne Bestellung unter genauer Adreß-Anaabe wiederholen zu wollen. Die kermittelung werde» tz»» gerne übernehmen —Hrn. M. W. zu R-! Dergl. billige Schriften find mir nickt betanut; das umenge »och »icht erschienen — Die Ae5> Z