Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 4 (April 1856)
- Date
- 1856-04-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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l02 Der neue Ritus im Tempel »LmimQ-LI* senden Sünden-Verzeichnisses, schon defihalb, weil es nur sittliche Vergehen aufführt, welche durch die New-Uorter Formeln keineswegs erschöpft sind, anempfehl?nswerth, insbesondere für die stille Andacht, welche für den Versöhnungstzg kaum zu entbehren ist. Für den Vortrag des Vorberers aber hatten auch wir die Vereinfachung, reSp. Abkürzung des betreffenden Gebetes für dringend geboten.— Den Schluß des Abendgottesdienstes, sowie jeder Gottesdienstfeier überhaupt, bildet das ^.lenu-Gebet mit darauffolgendem Trauer-Aaddisch und ^äoo-OIam-Gesang. Im „^!enu" ist die für anstößig gehaltene Stelle NNlttN "152 weggeblieben und dafür sogleich V'QN dNNl? nach eingefügt worden (MN ^2 »"O'v^ ."N^ 12^N^ d^1N 7NZA p NQd^.) Wir müssen dieses tadeln! Einmal, weil das eigentliche Motiv des Lobes weggefallen und soder ursprüngliche Typus des Gebetes verwischt ist; dann und ganz besonders, weil wir die Dankbarkeit gegen Gott, daß er uns vor dem Wahne der Götzendiener bewahrt hat, allerdings im Gebete aussprechen sollen. Es ist. von diesem Gesichtspunkte betrachtet, sogar wünschenswerth, daß die kräftige Stelle: p^l *?2N*? Q^NNVQ ONL? („denn sie, die Heiden, beugen sich vor eitlem Tand, wir aber werfen uns nieder" :c.) wiederhergestellt werde; nur müßte es dann, um Mißverständnissen vorzubeugen, heißen: '"Q'PI VON N22'^ V'ZNIZ VMM ,121 V^NNVO 077p ,O''>^- Wir werden im nächsten Hefte unseren Lesern in gleicher Weise die Ordnung des Morgengottesdienstes aus dem betr. Buche vorführen. Den Geist der entschiedenen Reform werden dieselben bereits aus obigen Mittheilungen erkannt, und bei solchem Verfahren mit der talmudisch gegossenen Form (V'Q2N Z?2VQ), die hier zu unserer großen Freude wieder flüssig erscheint, sodaß sie die Eindrücke der Gegenwart aufnimmt und wiedergibt, staunend mit uns ausgerufen haben: „Steht ein solches Buch auf der „Platform" des Talmuds? — (Schluß fotgl.)