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Der israelitische Volkslehrer · 1856-03-01 · Heft 3 (März 1856) · page 12

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 3 (März 1856)
Date
1856-03-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Zur Erinnerung an Heine. schilderte Eretgniß in der Türkei ein zu allen Denkenden und fühlenden gesprochenes, lautes Zeugniß ab. wie tief der Culturstand im türkischen Reiche noch sei, und wie nothwendig die angesetzten Hebel seien, um ein so tief gesunkenes, solchen Vorurteilen noch zugängliches Volk heraufzuwinden zum Standpunkte einer höheren Gesittung und geläuterten Religionsanschauung. — Der Westen wird seine große Mühe haben, um dieses große und heilige Werk an seinem östlichen Bruder zu Wege zu bringen; aber mit Gott wird eS gelingen, und dem Erfolge wird die erlöste Menschheit ihr tausendstimmiges Halleluja widmen. L. S. --»6« - -----RS. Zur Erinnerung an Heine. (Aus dessen Geständnissen.) Nachdem der Schmerz Zahre lang seine bleierne Hand auf die geschlossenen Augen des schwer heimgesuchten Dulders gelegt hatte, erlöste ihn der Tod von seinen unsäglichen Leiden; Heinrich Heine ist nicht mehr unter den Lebenden. Unter den Unsterblichen wird er weilen immerdar. So lange die deutsche Sprache klingt, so lange innig gefühlte Lieder das Her; rühren, wird dieser große Genius, wie den Deutschen seit Schiller und Göthe kein ebenbürtiger geleuchtet hat, seine hohe Stelle am Firmamente der Poesie behaupten. Freilich hat er seine mit so himmlischen Gaben ausgestattete Seele durch Gedanken und Worte befleckt, die auS der Schattenseite seiner Natur kamen und ewig als ein trauriges Zeugniß seiner Verirrungeru klagen^ werden gegen die Entwürdigung seines genialen Wesens. Allein groß wie seine Verirrungen waren die Leiden, durch deren LäuterungSfeuer er gegangen, und in denen er zu Gott gerufen, den er in den Tagen seines HochmuthS verkannt, und den er in den Nächten seines Unglücks erkannt als das Licht Israels und als die Leuchte der --------Menschheit. — Manche wohl haben auch diese seine Rückkehr zu dem le-

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