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Der israelitische Volkslehrer · 1858-12-01 · Heft 12 (Dezember 1858) · page 19

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 12 (Dezember 1858)
Date
1858-12-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Aecvchonen »ud Anzeiget. IIi habe ich aber jetzt 1. Abtbeilung mit großer Freude begrüßt; ja, ich bekäme, daß ich, seit Decennien den höheren Religionsunterricht ertheilend und dabei das Bedürfuiß eines solchen Werkes unausgesetzt fühlend, -Jahrelang die Muße gesucht habe, selbst ein solches zu liefern, nunmebr aber diese Arbeit im Wesentlichen für gethan halte. Die bisherigen biblischen Geschichten und Bibäazlszüge haben sast gar nicht das Bibelwort selbst, sondern bloß Bearbeitung desselben geliefert, welche niemals auch nur entfernt eS erschen kann. Andrerseits aber ist eS bekanntlich etwas sehr Mißliches, die ganze übersetzte Bibel der unreifen Zugend in die Hände zu geben oder mit den Schulkindern zu lesen. Während den Erwachsenen kein Jota derselben vorenthalten werden sollte, oder vorenthalten zu werden braucht, ist nun einmal nicht Alles in ihr zum Lesen der Äugend geeignet. In Betreff der Stellen geschlechtlichen Inhaltes wird das ein Jeder zugebeu, ^hne erst AlexiUa 4, 10. darum zu consultireu, aber Viele mit mir sehen auch nicht ein, zu welchem Nutzen Genealogien, detaillirte Zählungen, die vollständige Beschreibung der Stiftshütte und der Priesterlleider, die ausführlichen 5hfervorschristen n. f. w^ u. f. w. von oder mit der Jugend zu lesen seien; ja, die unnethige Ermüdung welche dies erzeugen muß, der damit verbundene uubelohuende Zeitverlust bei ohnehin nur zu kärglich zugemessener Zeit, und vor Allem der ungünstige Eindruck, welchen auf das junge, empfängliche Gemüth-das Lesen dieser gedehnten Bibelpartien machen muß, empfehlen ihre Fertlassung auf das Dringendste. Das bloße Ueberschlagen der betreffenden Stellen ist aber hiefür schon in Der Schule schwerlich der richtige Weg : eS werden Dann, wenn nicht das Äsen eine mühselige Lese werden soll, oft die köstlichsten Verse mitzuüberschlagen sein, und wenige Lehrer werden die Geschicklichkeit besitzen, über die geschlechtlichen Stellen Hinwegzugleiten, ohne Neugierde zu erwecken, deren heimliche Befriedigung nachtheiliger wirkt als das Lesen schlankweg; auch müßten-dann oft die herrlichsten Stellen bloß wegen eines einzigen zu nackteu Ausdruckes darin überschlagen werden. Und vollends die der Schule entwachsene Jugend kann nur. eine Bibel brauchen, in welcher das, was sie nicht lesen soll, sowie das, was unter den obigen Gesichtspunkten besser auch noch ungeleseu bleibt, gar nicht mitgedruckt ist. DieS nun ist in Auerbachs Bibel geschehen, und wenn sich auch mit ihm über die Grenzen des Auszulassenden und über einige weitere Kleinigkeiten noch rechten läßt, so ist doch die gute Idee an sich nunmehr durch ihn aufgestellt und verwirktet, auch im 5t*

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