Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1858)
- Date
- 1858-12-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Gelehrte Flayen in Mxael. „Nun gut, ja Madqme. Ich wW Sie ein wenig mit den Töchtern Zions der neueren Zeit bekannt machen. Ein Schriftsteller , den man gewiß nickt parteiisch nennen kann 5 Malte Brun, schildert mit folgenden Worten die israelitischen Frauen von Berlm, im Anfange dieses Jahrhunderts: „Die jüdischen Damen in Berlin haben sich eine solche Reputation ihrer Einsicht und ihres Talentes wegen erworben^ daß sie einem großen Therl der Gesellschaft den Ton geben. Die schönen Geister und die welche für solche gelten wollen, bewerben sich eifrig um die Ehre zu ihrem eleganten Thee eingeladen zu werden. Oft wird das Loos einer neuen Eomöoie oder des Tages-Romans bei ihrer Toilette entschieden. Was sage ich? Mehrere dieser Damen halten sich nicht an solche Frivolitäten. Nein, sie dringen in das Heiligthum der Metaphysik ein. Die Dunkelheit, die in den Schriften eines. Kant, eines Fichte herscht, schreckt sie nicht ab, im Gegentheil, sie bietet ihnen noch einen Zauber mehr, in dem sie ihrer Einbildung^ kraft ein freies Feld läßt." ' Bon diesen Damen nenne ich Ihnen erstens: Henriette Herz, Theodora Mendelssobn , Marianne Mayer, deren Schwester und noch Andere, die leider Alle von dem Judenihum abfielen- Dann: - - ' ' < > , Madame Halle, die wegen ihrer hohen Bildung, von Engel, Moritz, Ramler und andern Gelehrten sehr hochgeschätzt wurde; Madame Veit, geistreiche Verfasserin vieler literarischer Plecen, an benen man sehr vielen Geschmack fand. - 7 Rachel Barnhagen, berühmt wegen ihrer Briefe, die nach ihrem Tode veröffentlicht wurden. Rachel geb. Levin Marcus, von christlichen Einflüssen beherrscht, war auch zum Christenthum übergangen, so wie Esther Bernhard, als deutsche Schriftstellerin nicht unbekannt. Sie war eine geborene Gad aus Breslau, und Enkelin des berühmten Jonathan Elbe schütz, Oberrabbiner in Hamburg. In dieser Stadt blühte damals