Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1858)
- Date
- 1858-12-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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über die MLltfMt TäM dtt ZÄenkinder. Gezntr dÄ Mtnschendieb st ah t beschöMen, tlSher kennen zu lernen, und zugleich zu hören, wie solche von Seiten eines Christen widerlegt werden. t. Zase. „Die Ehe ist ein stärkeres Band, als die väterliche Gewalt. Kann jene nun wegen Ketzerei gelöst werden, was sollte für ein Hinderniß vorliegen, Kinder zur Taufe der väterlichen Gewalt von Ketzern zu entreißen?" Böhmer. Wie thöricht! Nur dann löst sich gesetzlich daS Eheband, wenn ein Theil aus freiem Antriebe Christ wird und den andern beharrlich ketzerischen Gatten verlassen und zu einer neuen Ehe schreiten will. Sind die Juden einmal unter dem Schutze des Staates, so sind sie auch Herren über die Erziehung ihrer Kinder und brauchen sich solche Leiden, Bedrückungen und Verfolgungen nicht gefallen zu lassen. II Zase. »Verlust der ewigen Seligkeit ist härter, als zeitlicher Verderb. Bruderliebe zwingt uns zum Beistande in irdischer Todesgefahr, sollten wir die wankende Seele nicht retten?" Böhmer. Nüchterne Philosophie! Dann müßt Ihr auch consequent alle Ketzer ohne Unterschied des Alters gewaltsam taufen. Nein! Gewaltsam rettet den, der eben Hand an sich legen will; Religion und Vernunft schreiben in Glaubenssachen andere Mittel vor. Wenn nun die Juden, Ketzer und Türken so gegen uns dächten und handelten, wo ihre Religion die herrschende ist? III-Zase. „Der Mensch ist mehr Gottes, als feines leiblichen Vaters. Dieser ist nur der irdische Schöpfer, jener ist Vater des Körpers und der Seele. Der leibliche Bater darf sich dem Fürsten, Gottes Stellvertreter nicht widersetzen, wenn er die Kinder in feine Familie verlangt, um sie von des Teufels Klauen zu befreien! Treuloser Jude, weiche dem treuen Gott, Du Berderber dem Erretter, Du Wilder dem Milden, Blntbeflekter dem Makellosen, Du Sclave dem Herrn, Teufelsbrut dem Erlöser, Nacht der Helle, Hölle dem Himmel; schweige, unfläthiger Jude mit deiner väterlichen Gewalt, wenn der lichtstrahlende Gott das Seinige verlangt." S3*