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Der israelitische Volkslehrer · 1858-10-01 · Heft 10 (Oktober 1858) · page 38

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 10 (Oktober 1858)
Date
1858-10-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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II« N»Mha« die tzov Pivee Monade» fast in de« Schatten unserer glorreichen Fahne u»d unter den Mgen unstrer tapser» Soldaten vollbracht wurde> ^'^Atck 2Zt Juni find i» der Stadt Bologna päpstliche Gfnsdarmen in Begleitung eines Polizeiagevten bei Herrn Mortara^ einem israelitische Kaufmannes eingedrungen und entführten — zur Ueberraschung, zum Sutsehnr «nk zur Verzweiflung dieser friedlichen Familie ^men sechsjährigen Sohn, um ihn den Händen des Inquisitors zu überliesern. ,WaS hatte sich nun zugetragen, um einen solchen Austritt zu rechtfertigen? Eine Magdz hatte erklärt, daß sie vor zwei Jahren» als sie den jnnge» Mertära in Todesgefahr gesehen hatten aus eigener Autorität, die Taufe an ihm vollzogen hätte. Das genügte in den Augen der Agentey der Smischen Regierung die sich ohne Zweifel vom blinden Eiser hinreißen Leßen, nm das Kind der Zärtlichkeit seiner Familie und dem Slaübsn feiner Väter zu entreißen. " ^Sut dieseur Augenblicke ist der junge Mortara für die Seinigen Verloren. Weder die Verzweiflung der Mutter, d«, wenn man uns wahr berichtet^ durch das Uebermaß ihres Schmerzes unr ihren Verstand gekommen ist, «och die Mtten und unermüdlichen Bemühungen des Vaters habnt es vermocht, die Räuber zu rühren. l ^I» dieser Lage haben die freien Israeliten PiemontS, getrieben von Mitleid für ihren unglücklichen Bruder ans der Romagna, ihre Augen nach Frankreuh und nach seinem hochherzigen Kaiser hingewendet. Sie hocken seinen Name» angerufen^ als den Zufluchtsort aller Unterdrückten^ als de» Schutz aller Schwache», als einen wunderbaren Talisman, voe welchem die Finsterniß sich zerstreuet und das Wüthen der Unduldsamkeit zur Ruhe kömmt. ,Wir haben die Uebcrzeugung, Sire, daß ihre Hoffnung nicht getäuscht Wirben "wird. Ew. Majestät werden geruhen, sie als eine von Herzen kvnnnende Huldigung anzunehmen, die allein schön Anspruch hat aus Ihren erhabenen Schutz. Sie werden nicht wollen, daß man vor de« tHoren Roms, während unsere Truppen dort ihre unsterblichen Adler entfalten, die heiligsten Rechte der Familie und des Gewissens mit Füßen trett Und daß ein Akt, der in der Mitte deS neunzehnten Jahrhunderts «nmöglich schien, als unwiderruflich vollzogen betrachtet werde. .In bcm Augenblick, in welchem Europa durch das Andenken an das vlutbad zu Dfcheddah von Schauder ergriffen wird, würde man da dem muselmännischen Fanatismus nicht ein gefährliches Argument liefern, wenn in der Hauptstadt der Christenheit der abscheuliche Menschenraub geduldet würde» den wir zu unserm Schmerze der edelmüthigeu Seele Ew. Majestät zur Anzeige gebracht haben?"-- < Möge das von Frankreich zuerst aufgestellte und in das Leben eingeführte Prineip der Gewiffensfreiheit auch bei dieser Angelegenheit zur «»lvmg gebracht und diese Eingabe des Lmtral-SvnststoriumS von »M

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