Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1858)
- Date
- 1858-10-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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^derHryMlcheyZ ) Mst aera, welche sich als Lßit?r> au die Spitze gestellt hade«^ <tl? ein Mittel benützt werden möchte^ um porzüglich ihren eigenen Werken eine größere Verbreitung zu verschaffen und sie dem Publikum gewissermaßen aufzudringen. Ueberschauen wir die vom Institute in den drei Jahren seines Bestehens herausgegebenen Schriften, so müssen wir bekennen/daß auch diese Besorgniß nicht ganz aus der Lust gegriffen war. Bon Dr. Iellinek zwar hat das Jnstiwt noch gar nichts gebracht und die Geschichte des Judenthums und seiner Sekten von vr. Jost ist neben der Geschichte von Dr. Gr?et; das Werthvollste , was den Teilnehmern des Instituts bisher geliefert worden ist. Dagegen hat uns Or. Philipp fön in den drei Jahren, seit welchen das Institut besteht , mit vier Büchern beschenkt, von welchen die drei ersten zwar schätzenswerthe Gaben waren, das vierte jedoch, den dritten Band des Saron nämlich, Dichtungen in metrischer Form enthaltend, hätten wir fuglich entbehren können. Dieser Band enthält zuerst zwei Trauerspiele: Esterka und Jojachin, welche auf besonderen poetischen Werth keinen Anspruch machen können. Die Handlung spinnt sich in beiden Stücken durch vier Aufzüge ohne Lebendigkeit fort, nur in wenigen Seenen läßt sich ein dichterischer Aufschwung verspüren, selbst die Diction ist nicht immer correkt und der Leser, welcher sich mit Mühe hindurchgearbeitet hat, merkt es dem Ganzen an, mit welcher Mühe dasselbe vom Verfasser zu Stande gebracht worden ist. Gebildete Frauen, welche in Sachen des Gefühls und des Geschmackes die besten Richtexinnen sind, erklärten dem Schreiber dieses, daß sie die zwei ersten Bände des Saron mit Vergnügen und Erbauung gelesen haben, der dritte Band aber habe ihnen durchaus nicht behagt. Auf die beiden Trauerspiele folgt : Der Kampf, eine morgenländische Scene, dann : Historisch-poetische Seenen. Das Ich, ein Lehrgedicht, von dem wir nur.sagen können, daß es so langweilig, wie ein philosopMches Lehrgedicht is^ die Belehrung aber, welche die Leser daraus schöpfen können, möchte nicht sehr hoch anzuschlagen fem. Dann folgen Bilder aus dem Bovethale im Harzgebirge, von welchen wir das erste