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Der israelitische Volkslehrer · 1858-07-01 · Heft 7 (Juli 1858) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 7 (Juli 1858)
Date
1858-07-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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?Y4 .UyeyfiSWM D- Luzzatto ist üb^ klassisch. Nur ist m seiner Schatzkammer eine sp überaus reiche Auswahl, daß gar kein G« ^thigte,-gerade, alleszurückzusetzen^, da wo es daraus ankam, da« Beste zu geben. Wie man sich aber entschließen x kpnnte» den^ Brief des wackeren vr.Beer vom Jahre 1854 An j die Familie >es Jonathan Ei^^ii^; den Flugschriften, sonst auch Ei beschütz geschrieben) einer; Chir^stonsathie einzuverleiben, ist wirklich kaum zu begreift l Dergesinnungstüchtige Vr. Beer kann unmöglich die Absicht! gehabt haben, solche in sittlicher Beziehung höchst anstößige!- Bilder, in die Arbeitsswben der Jugend zu hängen. Es maz mit unter 'zulässig erscheinen, der Jugend geschichtlich bekannte Cba! rattere von sittenloser Richtung oder auch bestrafter Verbrecher, 5 wie tz'ute5 Trenk, eines Casanova, eines Schinderhannes, vorzu i führen, um sie auf die Folgen ungeregelten Lebens aufmerksam zu machen; zu Uebungen in Sprachlehren würden sie indeß sich k dennoch nicht eignen; aber einen von Kindheit auf durch Schtm-? deleien zu Äieichthüm "und Ansehen gelangten, durch schmählich Benutzung eine5 JrrthumS in den Adelstand erhobenen md l selbst nach Aufdeckung der Irrung und Verlust des erschlichenes l Gutes,'feine Rolle fortspielenden, endlich mit einem Heiligenschein sich umgebenden Heuchler, dem ein ruhmrediger Grabstein,! ein gesegnetes Andenken sichert, durch eine Chrestomathie gleichsam in den Schulen zu einem merkwürdigen Helden zu l Kempeln, daS heißt doch wahrlich, sich an der Jugend verfündig en! Die Arbeit des Herrn vr. Beer wird jeder Freund? der Geschichte mit wahrer Anerkennung lesen. Sie würde jede k geschichtliche Zeitschrift zieren, und man würde auch die Milte l Nachsicht gegen menschliche Schwächen entschuldigen. Allem w Äugend darf man dergleichen, von solchen Gesichtspunkten aus? geschildert , nicht als würdige Gegenstände ihrer Beschäftigung i übergeben. Was werden erst Leute, welche mit Borurtheilea durchttänkt, den Juden alle Arten Schurkereien als charakteristifch zuschreiben , sagen, wenn sie sehen, daß die Lehrer sogar sich nicht scheuen^ niedere Habsucht, gemeine Schwindeleien, grow Mißbrauch ewiger Nawrgaben an einem scheinbar vom Glücke bHünttigten Sohn eines berühmten (ohnehin nicht ganz Ml freien) BaterS und zwar ohne warnende Bemerkungen, m e'mM sonst ernsten und würdigen Schulbuche gleichsam als Beispiet bewundernswürdiger Lebensklugheit behandeln? Die Schule m? dergleichen sittliche Zerrbildet ganzlich ausschließen, und die jüdische Schule hat schon aus einfacher Rücksicht auf daS Urthal der Welt, eher die Muster hochherziger Tugendübung zur Nach- -;

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