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Der israelitische Volkslehrer · 1858-04-01 · Heft 4 (April 1858) · page 41

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 4 (April 1858)
Date
1858-04-01
Page
– (sequence 41)
Language
German
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Rm»dfcha»7 ISS! eine» veuen Beweis davon geliefert, wie wenig fie mit dem Hause der Gemeinen sympathisier, indem fie die Lords veranlaßte, den Artikel der Eidesbill, welcher den Juden das Recht, im Parlament zu sitzen, verleiht, zu verwerfen. Offenbar war nie eine günstigere Gelegenheit zur Erledigung dieser Frige vorhanden, und diese Gelegenheit hat man unbenutzt vorübergehen lassen. Drei Mitglieder des neuen CabinetS, und zwar keineswegs die am wenigsten hervorragenden, find für die Maßregel. DaS Haus der Gemeinen hat dieselbe mit einer Ungeheuern Mehrheit angenommen. Auf der einen Seite steht das Beispiel unserer eigenen Colonien (vergl. den folg. Art. — Red.), der Dereinigten Staaten. Frankreichs und sämmtlicher am meisten aufgeklarter Gemeinwesen der Erde, der ganze Geist der modernen Gesetzgebung und alle Lehren der politischen Philosophie. Auf der anderen Seite steht eine kleine Section der engl. Gesellschaft, vertreten von den talentlosesten und am wenigsten achtungswürdigen Mitgliedern unseres Adels. Wir fühlen, daß die Zeit jetzt vorüber ist, um mit Vernunftgründen wider die Gegner der Bill ins Feld zu ziehen. Ihre alten Redensarten von Eutchriftlichung des Parlaments und von Verhinderung der Erfüllung der Prophezeihung find einer ernsthaften Gegenrede nicht Werth. Die Zeit ist gekommen, wo wir den Abschluß der Sache fordern und die Thatsache anerkennen müssen, daß Ueberredung und Vernunftgründe als unnütz zu betrachten find." — * CharleSton. (N. A. — S. C.) Am Vorabende zum letzten Dersöhuungstage wurde Ihr Ein leitungSge sang, in einer von mir verfaßten metrischen Übersetzung, nach der alten Kol-Nidre-Melodie (mitgetheilt in Ihrem N'DN in meiner Synagoge gesungen, und mit begeisterndem Wohlgefallen aufgenommen. — Die Einführung einer deutschen oder polnischen Synagogenmelodie in einer alt-portugiesischen Synagoge ist, ich kann Sie das versichern, eine ungeheure Reform. — Kür Ihre anerkennende Worte in der Schweizerangelegenheit sage ich Ihnen meinen herzlichsten Dank. Solche Worte, von Ihnen gesprochen, können nur aufmunternd auf einen jungen Geistlichen wirken! WaS denken Sie aber dazu, wenn ich Ihnen sage, daß diese Geschichte beinahe zu einem Duette geführt? Ein Neuorthodorer hiesiger Stadt trat nämlich gegen mich auf und vertheidigte den Vertrag unv die Schweiz gegen meinen Angriff, und klagte mich der Ignoranz an , darauf anspielend , daß ich ein »Foreigner« sei. Ich antwortete ihm nur einmal. Als er wieder repUcirte, trat ein Mitglied meiner Gemeinde, einer der ersten Staatsmänner unseres Staates, in die Schranken, und gab dem Herrn eine solche derbe Lettion, daß er sich persönlich beleidigt glaubte und Genugthuung forderte, aber «ach mehrtägigen Unterhandlungen, wobei kein geringerer Mann, als unser damaliger Vice Gouverneur als Cartellträger fungirte, von seiner Forderung zurücktrat, nachdem er sich ein wenig lächerlich gemacht. — Soweit gehen die hlesigen Neuorthodoren! — Schließlich schulde ich Ihnen und Herrn

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